Jungkicker mit Potenzial

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Condors Julian Gräbert (r.) im Kopfballduell mit Matthias Bensmann.Fotos: Thomas Hoyer
 
Trainer Michael Crawaack freut sich über die zuletzt positiven Auftritte seiner Truppe.

Die A-Junioren des SC Condor

Farmsen. Die Kicker des A-Junioren-Regionalligisten SC Condor konnten zwar am vergangenen Wochenende nicht an die Leistung des tollen 4:1-Siegs beim VfL Oldenburg anknüpfen, doch blieb das Team gegen Viktoria Georgsmarienhütte bereits im vierten Spiel in Folge ungeschlagen. 2:2 hieß es nach 90 heiß umkämpften Minuten für die Farmsener, die damit wieder auf einen Abstiegsplatz zurückfielen.
Dabei hatten die „Jungraubvögel“ vom Berner Heerweg stark begonnen. Schon in der 3. Minute erzielte Mustafa Karaaslan nach schönem Pass von Giuliano Fanara das 1:0. Doch die Gäste schlugen fast postwendend zurück. Verteidiger Sebastian Zinzelmann ließ sich an der Torauslinie düpieren, ein Pass in den Lauf von Philipp Benzmann, und es hieß ein 1:1. In der Folge besaßen die Georgsmarienhütter ein deutliches Übergewicht und hatten mehrmals den Führungstreffer auf dem Fuß. Condor kam in der ersten Halbzeit nur noch einmal wirklich gefährlich vor das Gehäuse der Gäste, doch scheiterte Karaaslan mit einem Schuss aus spitzem Winkel am gegnerischen Torwart. Nach der Pause gab Georgsmarienhütte weiter den Ton an, was in der 55. Minute mit dem Führungstreffer belohnt wurde, erneut erzielt von Bensmann. Doch die Farmsener zeigten Moral. In der 69. Minute verwandelte Tyrone Aboagye einen an ihm selbst verschuldeten Foulelfmeter zum Ausgleich. In der Folge war der Gegner zwar weiter mehr im Ballbesitz und hatte mit einem Schuss an die Unterkante der Latte Pech, doch auch Condors Nachwuchs brachte das Tor der Gäste mehrmals bei Konterchancen in Gefahr. „Sieht man das ganze Spiel, müssen wir aber mit dem einen Punkt sehr zufrieden sein“, lautet das Fazit von Teammanager Heiko Schönbrunn.
Die Verantwortlichen waren sich vor Saisonbeginn einig, als oberstes Ziel den Klassenerhalt auszugeben, da die Leistungsstärke des völlig neu formierten Kaders schwer einzuschätzen war. Zuvor hatte man im Rahmen von vier Sichtungen 25 Spieler aus 120 Kickern ausgewählt. Mit Janik Fülscher und Sammy Siemers wurden nur zwei Akteure aus den eigenen Junioren übernommen. Nach guter, allerdings zu kurzer Vorbereitung zeigte die Mannschaft zu Beginn der Serie, dass sie durchaus das Potential besitzt, sich in der neuen Klasse zu etablieren. In einer wahren Hitzeschlacht wurde zum Auftakt der SV Meppen durch Tore von Robert D´Urso und Mustafa Karaaslan mit 2:1 bezwungen. Es folgten bedingt durch die vorübergehende Sperrung des eigenen Platz am Berner Heerweg drei Auswärtsspiele, in denen die Farmsener ihren Gegnern jeweils ein Unentschieden abtrotzen. Allerdings wurde hier bereits deutlich, wo die große Schwäche der Mannschaft liegt, nämlich in der mangelnden Durchschlagskraft der Offensivabteilung. In der folgenden Spielen zeigten der VfB Lübeck (0:4), Eintracht Braunschweig (0:4) und der TSV Havelse (0:3) Mannschaftskapitän Chase Reichenberger und seinen Mitstreitern ihre Grenzen auf. Gegen Werder Bremen II (1:2) und Kickers Emden (0:1) spielte man immerhin auf Augenhöhe. Doch ließen sich die Farmsener von der Niederlagenserie nicht entmutigen. Nach guter Leistung erkämpfte die Truppe von Trainer Michael Crawaack gegen den zu diesem Zeitpunkt auf Platz zwei liegenden Blumenthaler SV ein 0:0. Es folgte ein weiteres torloses Unentschieden gegen Risum-Lindholm, wobei das Team 90 Minuten dominierte und zahlreiche Chancen vergab. Die bislang beste Vorstellung boten die Farmsener beim VfL Oldenburg, den man völlig überraschend mit 4:1 besiegte, dabei so oft einnetzte, wie in den vergangenen elf Begegnungen zusammen. Zur Pause führte das Team durch Tore von Ahmet Sinan und Burak Weber bereits mit 2:0. Zwar gelang dem Gegner der Anschlusstreffer, doch zeigten sich Condors Junioren davon nur kurz beeindruckt und legten zwei weitere Tore nach (Tyrone Aboagye, Peyami Koluglo), wobei der Sieg sogar noch hätte höher ausfallen können.

Nächster Gegner der Farmsener ist am kommenden Sonnabend (8.12.) der Profinachwuchs von Eintracht Braunschweig (14 Uhr, Berner Heerweg)
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