Reizende Runde: Nachwuchs willkommen

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Ein Traumblatt – mit diesen Karten kann nichts schief gehen!

Geselliger Spaß im Langenhorner Bürgerhaus – Skatclub lädt neue Spieler zum Mitmischen ein

Hamburg. „Klar geht bei uns die Post ab“, bestätigt Ekkehard Ristow (77), der Sprecher des Skatclubs der Postsenioren/ Verdi, der in der Wintersaison monatlich im Langenhorner Bürgerhaus zusammen kommt, „allerdings altersgerecht. Bei uns steht neben dem Skatspielen die Geselligkeit ganz oben an. Nicht nur mit Postlern oder Verdi-Mitgliedern.“

Spielerzahl halbiert

Denn bei Post und Verdi liegen überwiegend die Wurzeln der Skatfreunde, die sich nun schon seit 2011 regelmäßig im Bürgerhaus treffen. Eine kurze Zeit, gemessen daran, dass vor 200 Jahren in der „Skatstadt“ Altenburg in Thüringen das - aus dem noch älteren Schafskopf entwickelte - Spiel erstmalig vorgestellt wurde. Der Name des Spiels - darin sind sich die Fachleute weitgehend einig - geht auf das lateinischstämmige Verb „scartare“ (ital.) oder das darauf basierende französische „écarter“ zurück und bedeutet sinngemäß „das Weggelegte“. Damit sind die beiden Karten gemeint, die beim Geben verdeckt beiseitegelegt und „Skat“ genannt werden.
Aus Altergründen haben auch etliche Postsenioren ihre Karten weggelegt. Von den mehr als 30 Spielern, die sich vor Jahren noch in der Postkantine in der City Nord trafen, sind heute noch 14 mit dabei. „Wir brauchen Nachwuchs“, ist deshalb Ekkehards Ristows Devise. Darum ist „Post“ und „Verdi“ heute keine Voraussetzung, um mitmischen zu können. Immerhin haben inzwischen rund 25 Prozent der Skatfreunde im Club keinen Post- und Verdi-Hintergrund.
„Hier im Bürgerhaus haben wir nach der tollen Renovierung die besten Spielbedingungen und reichlich Platz für weitere Spieler“, berichtet Ristow, der monatlich extra von Elmshorn anreist, um seinem Sport zu frönen. Denn anders als die meisten anderen Kartenspieler sind die Skatfreunde sportlich organisiert, mit Skat-Verband, Vereinen, Ranglisten und sogar einer Bundesliga. Auch im Bürgerhaus wird streng nach den Regeln des Skatverbandes gespielt. Wer hier am Ende die Rangliste anführt, kann sich über Sachpreise und Pokale freuen.

Zwei Damen dabei

Sogar zwei Damen zeigen der Männerwelt hier regelmäßig, „was Trumpf“ ist. Auch sie würden sich über Verstärkung freuen, denn Skat ist ein Spiel, das Gemeinschaft braucht und gleichzeitig Gemeinschaft fördert. Deswegen ist jeder Skatfreund herzlich eingeladen, an einem 2. Dienstag im Monat mit von der Partie zu sein. Richard Strauß, der wohl bekannteste Opern-Komponist des letzten Jahrhunderts, war ein besonders ambitionierter Skatspieler. In seiner autobiographischen Oper „Intermezzo“, zu der er selbst das Libretto schrieb, lässt er den zweiten Akt mit einer zünftigen Skatpartie beginnen. Wenn das nicht sticht! (fjk)

Angebot an alle Skatfreunde: von November bis April jeweils jeden zweiten Dienstag im Monat von 15 bis ca. 18 Uhr. Skat in den Räumen des ersten Stocks im
Bürgerhaus Langenhorn Tangstedter Landstraße 41. Weitere Informationen
unter Tel.: 0172/ 196 98 07
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