Sie sind nicht zu stoppen

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Marion Günther war gegen den Eimsbütteler TV mit sechs Toren treffsicherste Schützin Foto: th
 
Die 3. Damen des THE (hinten v.l.): Annika Schütz, Antonia Suhn, Juliane Pischke, Janina Bruhs, Cindy Babuda (vorne v.l.): Michelle Mondon, Svetlana Vukovic, Amelie Schrader, Imke Schlicht, Marion Güther und Ann-Kathrin Schröter Foto: th

THE-Handballerinnen steuern mit Siegesserie auf Landesliga zu

Von Thomas Hoyer
Eilbek
20:0 Punkte bei einem Torverhältnis von 250:105 lautet die eindrucksvolle Bilanz der 3. Handball-Damen des TH Eilbeck, die mit großen Schritten auf die Landesliga zusteuert. Nicht wirklich überzeugend war die Vorstellung am vergangenen Sonntag gegen den ETV, obwohl die Eilbekerinnen locker mit 27:11 (15:5) gewannen. „Das war teilweise doch sehr zerfahren“, so Trainer Tim Aldenhövel. „In unserer heutigen Leistung spiegelt sich die schlechte Trainingsbeteiligung der letzten Wochen wider. Beste Torschützinnen gegen den ETV waren Marion Günther (6), Ann-Kathrin Schröter und Imke Schlicht (je 5). Torhüterin Amelie Schrader konnte vier von sechs Siebenmeter abwehren.

Wechsel zahlte sich aus


Die Überlegenheit der Eilbekerinnen kommt nicht von ungefähr. Zum 1. Oktober 2013 war das damals für die HG Hamburg-Barmbek (HGHB) in der höchsten Klasse der Hansestadt spielende Team nach Unstimmigkeiten geschlossen zum TH Eilbeck gewechselt und hatte in Kauf genommen, wieder ganz unten (Kreisklasse) anfangen zu müssen. Dort konnte das Team gerade einmal vier Partien bestreiten, wobei der „knappste“ Sieg gegen die SG Bergedorf/ Vier- und Marschlande 35:11 lautete. Alle anderen Mannschaften verzichteten auf die ungleiche Auseinandersetzung, so dass die Punkte kampflos gewonnen wurden. Nach der Saison hatte der Handball-Verband dann aber ein Einsehen. Die Mannschaft durfte eine Klasse überspringen und in der Bezirksliga antreten.

Nur ein Testspiel verloren


Mit Nicoletta Wiesner verabschiedete sich kurz vor Saisonbeginn eine Spielerin aus privaten Gründen, doch konnte sie durch Neuzugang Imke Schlicht (von der SG Überruhr/ NRW) auf der Rechtsaußenposition gut ersetzt werden. Neu in dem 15-köpfigen Kader stehen außerdem Benita Barz (vom Ahrensburger TSV) und Amelie Schrader, zwei Torhüterinnen, sowie Michelle Mondon (vorher Bramfelder SV), die auf beiden Außenpositionen spielen kann. Auch in der neuen Klasse waren die Gegner bislang gegen den THE völlig chancenlos.
Doch gab es auch einen ganz bitteren Moment: Im Spiel gegen die SG Hamburg-Nord, die zweite Partie im neuen Jahres, zog sich mit Mannschaftsführerin Cindy Babuda, die bis dahin als treffsicherste Schützin 45 Tore erzielt hatte, einen Kreuzbandriss zu.
Ernsthaft geprüft wurde das Team bisher nur selten. Von den 19 Testspielen, die Trainer Tim Aldenhövel aufgrund der vielen kampflosen Absagen vereinbarte, wurden 18 gewonnen, obwohl es immer gegen höherklassige Gegner ging. Nur einmal, das allerdings stark ersatzgeschwächt, mussten sich die Eilbekerinnen dem Tabellenersten der Hamburg-Liga, der SG Altona mit 17:22 geschlagen geben. „In dieser Partie standen mir gerade sieben Spielerinnen zur Verfügung“, erklärt Trainer Aldenhövel die einzige Niederlage seiner Truppe seit Übertritt von der HGHB.

Im Pokal gegen alten Mannschaftsverein


Auch im Pokal ist das Team nicht zu stoppen: Nach einem Freilos und zwei Siegen über den Landesligisten SG Harburg und Ahrensburger TSV, immerhin Tabellensechster der Hamburg-Liga, steht man bereits im Viertelfinale. Und dort heißt der Gegner am kommenden Montag ausgerechnet HGHB, derzeit Zweiter der Landesliga (23.2., 20.30 Uhr, Ritterstraße 9). „Das wird bestimmt eine sehr emotionale Partie“, meint Tim Aldenhövel. „Zudem verfügt der Gegner über eine gute Mannschaft.“
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