TSV Wandsetal: Hilfe für Flüchtlinge in Hamburg

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Zusammen mit Jugendlichen aus Langenhorn haben die Jungs aus der Litzowstraße in der vergangenen Woche zum ersten Mal auf dem Platz des Sportvereins Wandsetal trainiert Fotos: Grell

Jugendliche aus der Litzowstraße können kostenlos Fußball-Training absolvieren. Sportangebot für Mädchen gesucht

Hamburg. Seit ein paar Monaten sind in der Litzowstraße in Wandsbek Flüchtlinge in Wohncontainern untergebracht. Darunter auch 40 Kinder und Jugendliche. Die ersten Schritte sind getan, die Formalitäten erledigt und die Hilfesuchenden zunächst versorgt. Doch wie geht der Alltag für diese Menschen weiter?
Viele Nachbarn im Stadtteil haben ihre Hilfe angeboten. Darunter auch der TSV Wandsetal. Der Verein möchte mit Gratis-Mitgliedschaften auf die Jugendlichen zukommen und so für Freizeitbeschäftigung sorgen, bevor Langeweile aufkommt.

Ein Talent aus Syrien entdeckt

Zusammen mit anderen Fußballspielern aus Langenhorn, die ebenfalls aus einem Flüchtlingsprogramm kommen, haben die Jugendlichen aus der Litzowstraße nun zum ersten Mal trainiert und sich gleich aufgenommen gefühlt. Trainer der Jungs, die aus Afghanistan, Syrien und anderen von Krieg bedrohten Ländern stammen, ist Mansour Chalani, der das Schicksal der Jugendlichen kennt und sich in ihre Lage versetzen kann. „Die zwischen 14- und 18-jährigen Fußballer sind teilweise richtige Profis“, schwärmt Jürgen Meins vom TSV Wandsetal. Er hat die Koordination für die sportliche Förderung der Flüchtlingskinder übernommen. „Wir haben einen richtigen Beckenbauer aus Syrien unter ihnen“, so Meins stolz. Große Talente, die nun gefördert werden können. „Der Wandsbeker Sportverein hat gehandelt, bevor andere sich überhaupt Gedanken gemacht haben“, sagt Jürgen Meins. Die Nachbarschaft hat aktive Hilfe betrieben. „Wir haben die vielen Kinder dort gesehen und sofort entschieden, dass hier Sportmöglichkeiten angeboten werden müssen“, bestätigt Meins.

„Einfach kommen und ausprobieren“

Wie sich die Spielsituation für die jungen Kicker weiter entwickeln wird, ist noch nicht klar. „Sie sollen einfach erst mal ankommen, mitmachen und etwas zu tun haben, dann sehen wir weiter“. Den Neuankömmlingen hat bereits das erste Training Spaß gemacht. Sie hoffen nun auf weitere Möglichkeiten und suchen auch für die Mädchen nach Sportangeboten, an denen sie teilnehmen können. „Wir kriegen das hin“, so Gerd Serafin vom Verein, der überzeugt ist, dass alle Kinder aus der Litzowstraße Lust auf Sport haben. (kg)
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