Wieder alles fest im Griff

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Training in der Sporthalle Eulenkamp: Nadeh Khamseh, ein früherer erfolgreicher Ringer des WAC, befördert Shafee Youniszada auf die Matte Foto: Thomas Hoyer

Ringer beim Wandsbeker Athleten-Club in der Erfolgsspur

Von Thomas Hoyer
Wandsbek
Für die Ringer des Wandsbeker Athleten-Clubs (WAC) geht ein Jahr zu Ende, in dem es außer einigen guten Ergebnissen auch einen erfreulichen Mitgliederzuwachs gab. Er lässt hoffen, dass für Europas ältesten, 1879 gegründeten Schwerathletikverein wieder bessere Zeiten anbrechen. Mit Morris Masteri macht ein junger Ringer des WAC immer mehr von sich reden. Der zehnjährige Lockenkopf, Hamburger Freistilmeister seiner Alters- und Gewichtsklasse, trat dieses Jahr erstmals auch überregional an. Mittlerweile unter dem Spitzname „Momo“ in der Ringerszene auch über Hamburgs Grenzen hinaus bekannt, lieferte er seine bislang beste Leistung bei den Mitteldeutschen Meisterschaften in Werdau ab, wo er in der 18 Aktive zählenden Kategorie bis 29 Kilogramm Zweiter wurde. Mit vier Schultersiegen kämpfte sich Morris bis ins Finale vor. Dort misslang ihm allerdings ein Kopf-Hüft-Zug, der dazu führte, dass er selbst geschultert wurde. „Das war wirklich sehr schade“, bedauert Trainer Matthias Horstmann. „Diesen Fehler hat der Gegner prompt bestraft.“ Dennoch ist der Coach mit der Entwicklung seines Schützlings hochzufrieden, der bei starker Konkurrenz als Dritter der Norddeutschen Meisterschaften in Lübtheen und Sieger eines internationalen Turniers in Schwerin zwei weitere Erfolge feiern durfte. „Morris hat versprechende Fortschritte gemacht“, so Horstmann, der mit Jonah Cetin noch einen Schüler trainiert, der sich ebenfalls weiter verbessert hat. Der Zehnjährige wurde Hamburger Meister in der Klasse bis 31 Kilogramm, wozu
ihm allerdings schon ein Sieg reichte, da nur zwei junge Ringer gemeldet hatten. Dass Cetin aber auch überregional schon gut mithalten kann, zeigte er bei einem internationalen Turnier in Schwerin mit einem vierten Platz „Da hat Cetin mit einer sehr guten Leistung überrascht“, erzählt sein Trainer: „Er hat Griffe aus dem Hut gezaubert, die er im Training nie zeigt.“ Die beiden erwarteten Hamburger Meistertitel im Freistil und griechisch-römischen Stil in der Gewichtklasse bis 130 beziehungsweise bis 97 Kilogramm holte Routinier Ole Peters, der bei den Norddeutschen Titelkämpfen nicht dabei war.

30 Aktive sind dabei


Zwar bestreiten beim WAC aktuell nur Morris, Jonah und Ole Peters Wettkämpfe, doch hofft man, dass es bald mehr werden. „An unserem Training nehmen bis zu 30 jüngere und ältere Ringer teil“, berichtet Horstmann: „Auch einige jugendliche Flüchtlinge aus Afghanistan, dem Iran und Syrien trainieren mit. Gerade in diesen Ländern hat das Ringen einen weitaus höhere Stellenwert als bei uns.“ Unter den Gästen befindet sich mit Shafee Youniszada ein 16-jähriger talentierter Afghane, der schon in seiner Heimat gerungen hat und außerordentlich stark ist.
Trainiert wird dienstags und freitags von 18 bis 20 Uhr in der neuen Sporthalle Eulenkamp 46, nach den Ferien wieder ab 5. Januar.

Interessierte, Kinder, Jugendliche und Erwachsene können sich gerne anmelden. Infos bei Matthias Horstmann unter 0175/ 242 42 22
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