„Hamburg, deine Perlen“ – Die Hansestadt zwischen London und Leipzig

Wann? 10.02.2015 19:00 Uhr

Wo? St. Nicolaus/Alsterdorfer Markt, Alsterdorfer Markt, 22297 Hamburg DE
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Hamburg: St. Nicolaus/Alsterdorfer Markt | Hamburg war in der ersten Hälfte des 18.Jahrhunderts eines der wichtigsten musikalischen Zentren des deutschsprachigen Europas. Durch die finanziellen Mittel, die durch den Erfolg der Hanse(aten) zugänglich waren, entwickelte sich bald das wichtigste Opernhaus des damals in viele Fürstentümer aufgespalteten Deutschlands.
Da es zur Jahrhundertwende in vielen protestantischen Städten noch verboten war Opern aufzuführen, wurden viele Musiker vom aufgeklärten Geist Hamburgs angezogen.
Neben Georg Philipp Telemann, der bald sowohl in der Kirchenmusik als auch in der Oper der meist gespielte Komponist war, trugen Georg Friedrich Händel, Christoph Graupner und andere Zeitgenossen zur musikalischen Vielfalt der Elbestadt bei. Selbst Johann Sebastian Bach bewarb sich für die Organistenstelle an St. Jacobi -
es kam jedoch zu keiner Anstellung.

In diesem moderierten Konzert beleuchten die Musiker von

„apparatus musicus berlin“



die Wechselbeziehung der verschiedenen, mit Hamburg in Verbindung stehenden, Musiker.

Neben einer Reise durch Nord- und Mitteldeutschland zu Johann Sebastian Bach und Christoph Graupner verschlägt es uns auch über den Ärmelkanal zu Henry Purcell und Georg Friedrich Händel, der zeitlebens mit Georg Philipp Telemann in Verbindung blieb.

Das 2014 neu gegründete Barockensemble „apparatus musicus berlin“ (lat. Werkzeug, Pracht, Prunk) versammelt junge Musiker um den österreichischen Cembalisten Alexander Gergelyfi.

Es ging aus dem Hamburger Ensemble „Eine glückliche Melange“ hervor.
Die Kombination von Traversflöte, Oboe, Blockflöte und Geige und die Möglichkeit, den Basso continuo sowohl mit Cembalo, Cello als auch mit der selten gehörten Barockharfe zu besetzen, erlauben es dem Ensemble, auf eine reiche Palette an Farben zurückzugreifen.
So bringt der „apparatus“ im Duo frühbarocke englische Musik für Blockflöte und Cembalo zu Gehör, ist aber genauso mit großformatigen Werken wie den Quartetten Telemanns und französischen Suiten zu hören.
Angeregt durch den individuellen Werdegang jedes Musikers, in dem die Spezialisierung auf Alte Musik oft den Ausgangspunkt für weitere Erkundung bildet, strebt der „apparatus“ auch immer wieder die Zusammenarbeit mit anderen Künsten wie barocker Gestik, Schauspiel, Mode, Tanz oder visuellen Medien an.
Eindrücklich dokumentiert wird das durch Videoeinspielungen für das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg im Carl Philipp Emanuel Bach Jubiläumsjahr 2014.

„apparatus musicus berlin“ sind:

Joowon Chung | Sopran
Bianca Muggleton | Violine
Maximilian Ehrhardt | Harfe
Johannes Knoll | Oboe & Oboe d'amore
Alexander Gergelyfi | Maestro al Cembalo

Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei. Um Spenden für die weitere Kulturarbeit in St. Nicolaus wird gebeten.
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