IMBA-Galerie zeigt Werke von Werner Thiele

Wann? 05.03.2017 bis 06.03.2017

Wo? Bebelallee 7, Bebelallee 7, 22299 Hamburg DE
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Der Maler Werner Thiele in den 1960er-Jahren Foto: IMBA-Galerie
Hamburg: Bebelallee 7 |

Von der Seele gezeichnet – Hamburger Maler litt unter Kriegstraumata

Von Miriam Flüß
Winterhude
Für den Hamburger Maler Werner Thiele (1911 – 1992) begann „das zweite Leben“, als er aus dem scheinbar nicht endenden Krieg 1949 doch noch nach Hause kam. Der gebürtige Barmbeker war gegen Kriegsende in sowjetische Gefangenschaft geraten und musste in einem Bleibergwerk unter härtesten Bedingungen Zwangsarbeit leisten. Nach seiner Heimkehr zeichnete sich Werner Thiele die Erlebnisse aus Krieg und Gefangenschaft von der Seele. Zu sehen sind diese Bilder aus Thieles „zweitem Leben“ zusammen mit Motiven von Großstadt und Masken bis zum 19. März in der IMBA-Galerie an der Bebelallee 7. Neben den Kriegserlebnissen gehörten Industrie- und Städtelandschaften, Natur, Meer und Schiffe, figürliche und abstrakte Kompositionen sowie Bilder mit religiösen Inhalten zu Thieles Motiven. Schon als kleines Kind zeigte der Barmbeker zeichnerische Begabung.

Geprägt vom Expressionismus

Das Kunststudium blieb dem gelernten Feinmechaniker jedoch zunächst aus finanziellen Gründen verwehrt. Werner Thiele setzte sich mit den Kunstströmungen des 20. Jahrhunderts intensiv auseinander. Kubismus, Fauvismus und Expressionismus hinterließen Spuren in seinem Werk, ebenso wie die abstrakte Malerei der 1960er-Jahre. Besonders begeisterte sich Thiele für die deutschen Expressionisten. Sein Entsetzen über die Ausstellung „Entartete Kunst“ 1938 in Planten un Blomen war deshalb groß. Die IMBA-Galerie zeigt mit der Gefangenschaft, dem Menschen in der Stadt sowie maskierten Menschen einen Ausschnitt aus Thieles Werk. Thematisch passend treten Skulpturen aus Simbabwe mit den Bildern in einen Dialog. Im Rahmen der Ausstellung liest außerdem Barbara Warning am 4. März, 19 Uhr, aus ihrem preisgekrönten Buch: „Kindheit in Trümmern“ und lässt Zeitzeugen über ihre Kindheit und Jugend im Dritten Reich zu Wort kommen.

Werner Thiele: Die Ausstellung in der IMBA-Galerie an der Bebelallee 7 ist bis zum 19. März jeweils sonnabends und sonntags von 14 bis 19 Uhr sowie donnerstags von 16 bis 19.30 Uhr geöffnet und nach Vereinbarung unter Telefon 47 34 43. Weitere Infos auf www.imba-galerie.de
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