Zucchini, Tschick & Luther - barrierefrei und open-air

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Hamburg: Alsterdorfer Markt | Sommerzeit ist Freiluft-Kinozeit. Vom 11. August bis zum 16. September genießen alle Filmfreunde das Sommerkino auf dem Alsterdorfer Markt. Als hamburgweit einziges komplett barrierefreies Open-Air-Kino ist es tatsächlich ein Kinospaß für alle.
Die Evangelische Stiftung Alsterdorf zeigt alle Filme mit Untertiteln für hörbeeinträchtigte und Audiodeskription für sehbeeinträchtigte Cineasten. Darüber hinaus steht ein markierter Bereich für induktives Hören mit Hörgerät oder Cochlea Implantat zur Verfügung. Für den Empfang der Audiodeskription stehen Funkkopfhörer zur Verfügung. Anmeldung hierfür bis um 12.00 Uhr am Vortag unter 0 40.50 77 20 20 oder events@alsterdorf.de. Der Alsterdorfer Markt bietet zudem behindertengerechte Zuwegung und Toiletten für die Besucher.

Beste Kinounterhaltung also für laue Sommerabende, wie immer umsonst und draußen. Wer sich vor Ort einen Kinostuhl mieten möchte, kann das für vier Euro tun. Für kühle Getränke und kleine Snacks sorgt das Kesselhaus Alsterdorf, Filmstart ist jeweils bei Anbruch der Dunkelheit.

Das Sommerkino wird unterstützt durch Hamburg Airport und ein privater Spender ermöglichte in diesem Jahr sechs statt vier Kinoabende.

Programm:

Freitags, 11.August – 08. September 2017 & Samstag, 16. September 2017
Filmbeginn bei Sonnenuntergang
Der Eintritt ist frei – Spenden erwünscht!

11. August 2017, 21.45 Uhr
Mein Leben als Zucchini
CHE, F 2016 / 66 Min. / FSK keine Beschränkung / M: Sophie Hunger / R: Claude Barras

Nach dem Buch von Gilles Paris »Autobiografie einer Pflaume« (2004) entstand der Stop-Motion-Puppentrickfilm über den neunjährigen Icare, der am liebsten Zucchini genannt werden will. Bei seiner Mutter führt er kein glückliches Leben, da sie als Trinkerin nur vor dem Fernseher hockt und selten gutes Essen serviert. Nach ihrem Tod, an dem der Junge nicht ganz unschuldig ist, kommt Zucchini ins Waisenhaus. Darüber kann man sich mit ihm freuen, denn das Heim ist ein Ort der Zuflucht und wird von sympathischen Pädagogen geleitet.
Wir lachen mit den Protagonisten, fürchten und freuen uns mit ihnen. Das gelingt in dieser emotionalen Tiefe nicht vielen Animationsfilmen so einzigartig wie diesem warmherzig erzählten Puppentrickfilm. (epd Film)




18. August 2017, 21.30 Uhr
In Kooperation mit Hamburg Airport
Tschick

D 2016 / 90 Min. / FSK: 12 / Regie: Fatih Akin / Mit Anand Batbileg, Tristan Göbel, Mercedes Müller, Sammy Scheuritzel, Bella Bading, Florian Wihstutz, Max Kluge


Während die Mutter in der Entzugsklinik und der Vater mit seiner Assistentin auf „Geschäftsreise“ ist, verbringt der 14-jährige Außenseiter Maik Klingenberg die großen Ferien allein am Pool der elterlichen Villa. Doch dann kreuzt Tschick auf. Tschick, eigentlich Andrej Tschichatschow, stammt aus dem tiefsten Russland, kommt aus einem der Hochhäuser in Berlin-Marzahn – und hat einen geklauten Lada dabei. Die beiden beschießen abzuhauen. Damit beginnt eine Reise ohne Karte und Kompass durch die sommerglühende ostdeutsche Provinz. Die Geschichte eines Sommers, den wir alle einmal erleben wollen... Der beste Sommer von allen eben!
Fatih Akin setzte Wolfgang Herrndorfs Jugendromanbestseller von 2010 für die Leinwand um und hat daraus einen zugleich wahrhaftig und fast altmodisch anmutenden Coming-of-Age-Film gemacht, der die große Freiheit eines Abenteuersommers im geklauten Lada durch ostdeutsche Szenerien feiert. (epd film)


25. August 2017, 21.15 Uhr
Der Staat gegen Fritz Bauer
D 2015 / 105 Min. / FSK: 12 / R: Lars Kraume. Mit Burghart Klaußner, Ronald Zehrfeld, Lilith Stangenberg, Jörg Schüttauf u.a.

Fritz Bauer hatte in Deutschland als Jude und Sozialdemokrat im KZ gesessen, war nach Dänemark und Schweden emigriert und ist nach dem Krieg zurück nach Deutschland gekommen, um im Klima bundesrepublikanischer Verdrängung und Restaurierung NS-Verbrecher vor Gericht zu stellen. Regisseur Lars Kraume konzentriert sich in seinem Film über Fritz Bauer, auf die Zeit der Suche nach Eichmann und seine Ergreifung. »Der Staat gegen Fritz Bauer« ist kein Biopic – und Fritz Bauer alles andere als eine Lichtgestalt –, sondern eher ein distanzierter Verschwörungsthriller, bei dem wir jedoch schon wissen, wie es ausgeht. Und es ist ein Film über die dunklen Jahre des Wirtschaftswunders, als die Machthaber von einst schon wieder an der Macht waren.



1. September, 21.00 Uhr
Mein Herz tanzt
ISR, D 2014 / 105 Min / FSK: 6 / R: Eran Riklis. Mit Tawfeek Barhom, Michael Moshonov, Danielle Kitzis u.a.

Als der hochintelligente Eyad Ende der 1980er Jahre die Aufnahmeprüfung an einem jüdischen Eliteinternat in Jerusalem besteht, sehen seine Eltern darin eine einmalige Chance. An der Schule wird Eyad nach anfänglichen Spötteleien schnell integriert. Er verliebt sich in seine Mitschülerin Naomi, doch die Beziehung muss geheim bleiben, da sie um den Rassismus ihrer Eltern weiß. Zugleich findet Eyad in dem Juden Yonatan einen engen Freund. Yonatan leidet an Muskelschwund, ist an den Rollstuhl gefesselt und auf seine Weise ebenso ein »integrierter Außenseiter« wie Eyad.
Diese Figurenkonstellation hat zwar etwas durchaus Symbolisches, nicht zuletzt in einer Szene, in der Eyad seinen bewegungsunfähigen Freund trägt und wäscht. Aber durch die Nüchternheit der Inszenierung vermeidet Riklis aufdringliche Didaktik. Riklis erzählt von dem Versuch einer jungen Generation, ein normales Leben unter nicht gewöhnlichen Umständen zu führen. (epd Film)


8. September, 20.45 Uhr
Mein Blind Date mit dem Leben
D 2017 / 111 Min. / FSK: keine Beschränkung / R: Marc Rothemund. Mit Kostja Ullmann, Jacob Matschenz, Anna Maria Mühe u.a.

Prüfungen bestanden, Abi in der Tasche, und endlich den Traumjob finden. Klingt logisch, doch ganz so leicht läuft's für den jungen Saliya dann doch nicht. Saliya verschweigt nämlich, dass er fast blind ist. Überraschenderweise funktioniert der Bluff aber tatsächlich und er bekommt eine Stelle in einem Luxus-Hotel in München. Niemand ahnt etwas von seinem Handicap, nur sein Freund Max erkennt bald, was es mit Saliya auf sich hat und hilft ihm, jede noch so schwierige Lage zu bewältigen. Wenn alle anderen Feierabend machen, übt Saliya bis in die Nacht die für seine Kollegen einfachsten Handgriffe, bis er sie "blind" beherrscht. Mit Fantasie stellt er sich den Herausforderungen: Wie richtet man, ohne als Quasiblinder aufzufallen, ein Zimmer her, wie schneidet man die Mortadella, wie mixt man einen Drink?

Rothemunds Komödie schafft über weite Strecken den Spagat zwischen seriöser Beschreibung und heiterem Staunen. Er basiert lose auf der Autobiografie des heutigen Businesscoachs Saliya Kahawatte, der trotz plötzlicher Netzhautablösung sein Abitur schaffte, eine Hotelfachausbildung absolvierte und lange als Barkeeper arbeitete, ohne sein »Geheimnis« preiszugeben. (epd-Film)



16. September, 20.30 Uhr
Schlemmen und schauen - Picknick-Kino im Rahmen des ‚Luthermahls‘
(Infos unter www.alsterdorf.de/aktuelles)
Luther
D, USA 2003 / 121 Min. / FSK 12 / R: Eric Till. Mit Joseph Fiennes, Alfred Molina , Peter Ustinov, Bruno Ganz, Claire Cox, Jonathan Firth, Uwe Ochsenknecht, Mathieu Carrière u.a.

Historiengemälde um den Kirchenreformer Martin Luther, das den Lebensweg nachzeichnet: seinen Weg vom an sich und Gott zweifelnden Mönch über seine die Reformation auslösenden 95 Thesen gegen den Ablasshandel des Papstes bis zur Heirat mit Katharina von Bora. Trotz relativ bescheidener Produktionsmittel ein stimmungsvoller, weitgehend differenzierter Blick in ein Jahrhundert der geistig-religiösen wie auch gesellschaftlichen Aufbrüche, die sich in den Lehren Luthers manifestieren. (…) Stringent inszeniert bis in die Nebenrollen, regt der überzeugend interpretierte Film zur Diskussion an. (filmdienst)


Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Julia Rath, Eventmanagement / Projektkoordination
Telefon 0 40.50 77 33 04
j.rath@alsterdorf.de
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