Diese Retter sind fit

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Lebensrettung: Die Auszubildenden demonstrieren anhand einer Puppe die richtigen Maßnahmen Fotos: Hanke
Hamburg: Stadtparksee | Von Christian Hanke

Notfallübung am Stadtparksee von Feuerwehr und Sanitätern

Alarm bei Rettungsdienst und Feuerwehr! Ein 25-Jähriger droht im Stadtparksee zu ertrinken. Ein Taucher geht in voller Montur ins Wasser, taucht ab, und bringt nach kurzer Zeit einen Körper an die Oberfläche. Ein Motorboot der Feuerwehr nährt sich, bringt ihn in einer Art Netz an Bord. Der Körper ist allerdings aus Plastik. Der Einsatz eine Übung. Eine Real-Einsatz-Übung, um genau zu sein. Die ersten 22 Auszubildenden im neuen Beruf des Notfallsanitäters haben sie absolviert, am Lernthementag Wasserrettung.

Anhand der Puppe demonstrieren die angehenden Notfallsanitäter anschließend am Ufer die Sofortmaßnahmen zur Lebensrettung. „Beatmung hält. Ist gleich fixiert“, heißt es da. Adrenalin wird verabreicht. Dann Elektroschock. Weiterdrücken des Brustkorbs. Schließlich ist der „Mann“ stabilisiert, wird auf der fahrbaren Trage zum Rettungswagen gerollt und abtransportiert.
Im Ernstfall hätten die Auszubildenden jetzt einem Menschen das Leben gerettet. Denn sie haben alles richtig gemacht. Oberbranddirektor Klaus Maurer, der Amtsleiter der Hamburger Feuerwehr, der der Übung ebenso beiwohnte wie der Ärztliche Leiter des Rettungsdienstes, Godo Savinsky, zeigte sich sehr angetan von den Leistungen der künftigen Notfallsanitäter.
Dabei befinden sich die 22 jungen Menschen erst am Ende des zweiten Lehrjahres zu dem neuen Beruf, der mit mehr Kompetenzen ausgestattet ist als der bisherige Rettungsassistent.

So erfreulich die Leistungen der Azubis waren, so bedenklich gestalten sich derzeit die Zahlen von ertrunkenen Badegästen in Deutschland. Die Anzahl steigt. 2016 ertranken laut einer Statistik der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) mehr als 500 Badegäste in Deutschland.
Ein Anlass, um gerade den Thementag Wasserrettung der Auszubildenden zum Notfallsanitäter öffentlich vorzustellen. Doch bei den gezeigten Leistungen besteht kein Anlass zur Sorge.
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