Erfolg für vier Freunde

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Till Krohn (v.l.), Tom Rieken, Bertram Ulrich und Niclas Jawinsky von der Band „Jeden Tag Silvester“ Foto: wb

Newcomer-Band „Jeden Tag Silvester“ geben zwei Konzerte in Trittau

Von Victoria Kirjuschkin
Trittau
Sie sind jung, attraktiv, singen deutschen Pop – und sind derzeit bei den Fans absolut angesagt. Am Freitag, 27., und Sonnabend, 28. November, geben die Musiker der Band „Jeden Tag Silvester“ jeweils um 20 Uhr ein Konzert in der Wassermühle. Wer die Songs von Bertram, Till, Tom und Niclas noch nicht kennt, sollte sich schleunigst eines der Tickets für 17,50 Euro plus Vorverkaufsgebühr sichern.
Kennengelernt haben sich die vier Jungs während ihrer Schulzeit in Bad Oldesloe, wo sie 2008 begannen, Songs von Lenny Kravitz oder Jan Delay zu covern. Mittlerweile spielen die Stormarner längst selbstkomponierte Lieder. Ihr aktueller Song heißt „Glück“. 2014 erschien ihr Debütalbum mit dem Titel „Jeden Tag Silvester“, der gleichzeitig ihr Bandname ist.
Im Lied geht es um Vorsätze, die man sich immer wieder am letzten Tag des Jahres vornimmt und doch in den seltensten Fällen einhält. Allgemein handeln ihre deutschen Texte von Träumen, Sehnsüchten, dem Aufbruch, neuen Horizonten, aber auch von Wehmut, Unzulänglichkeiten des Lebens und natürlich von der Liebe. Vergleichbar sind die hymnenhaften Melodien der Musiker vielleicht ein wenig mit dem Stil von Coldplay oder dem der Söhne Mannheims. Große Bühnen sind „Jeden Tag Silvester“ zumindest nicht fremd. Um mit geballter Power ihre Show zu starten, pflegen die vier Freunde ein Ritual vor jedem Gig. Sie versammeln sich zu einem Kreis und bündeln so ihre Energie zu einem großen Ganzen.
Sie spielten schon mit Nena und Silbermond
Erst im August traten die Musiker als Vertreter von Schleswig-Holstein beim Bundes Vision Contest an und belegten Platz 10. Im Jahr 2010 standen sie zudem im Finale des Stormarner Nachwuchsmusikpreises MusicStorm.
Auch andere Musiker wurden bereits auf ihr Talent aufmerksam. So spielten Till, Tom, Niclas und Bertram schon als Opener von Nena, Silbermond oder Johannes Oerding. Noch haben die Singer- und Songwriter keinen Plattenvertrag, was sie nicht stört. Wichtig ist ihnen vor allem die gemeinsam Liebe zur Musik und der Rückhalt ihrer stetig wachsenden Fan-Gemeinde.

Karten für das Konzert gibt es unter anderem bei Tabak & Whisky House Eichhorn (Poststraße 29, Trittau) und im Presse-Center Hagedorn (Bahnhofstraße 7, Trittau), in Ahrensburg an der Theaterkasse an der Großen Straße sowie in Großhansdorf bei Schreibwaren Rieper (Eilbergweg 16). Weitere Infos: Jeden Tag Silvester

Interview mit Gitarrist Niclas Jawinsky: „Trecker fahren macht glücklich“

Wochenblatt: Ihr habt im August den 10. Platz beim Bundesvision Song Contest belegt. Seid ihr mit dem Ergebnis zufrieden?
Niclas Jawinsky: Absolut, immerhin sind wir als Newcomer mit bekannten Musikern wie Madsen, Glasperlenspiel oder Ivonne Catterfeld an den Start gegangen. Wir hatten tolle drei Tage und haben gemerkt, dass unsere Mitstreiter, von denen einige langjährige Profimusiker sind, erstaunlich nett und kollegial waren.

WB: Welche musikalischen Vorbilder habt Ihr?
Jawinsky: Die Musik von Clueso und Joris, der gerade in den Charts vorne mit dabei ist, inspiriert uns wie viele andere aus der deutschsprachigen Singer- und Songwriter-Szene.

WB: Mit welcher Band würdet ihr gerne mal Live musizieren?
Jawinsky: „Einmal mit Coldplay spielen. Das wär‘s.“

WB: Warum singt ihr eigentlich nicht englisch?
Jawinsky: Wie beherrschen die Sprache einfach nicht so im Detail, um Dinge oder Gefühle so auszudrücken, wie wir es im Deutschen können. Und wir fühlen uns zu unserer Muttersprache hingezogen.“

WB: Welcher Song bedeutet dir viel und was verbindest du damit?
Jawinsky: Den Song „Drive“ von der Band Incubus haben meine heutige Freundin und ich oft gehört, als wir uns kennen gelernt haben. Als wir uns eine Zeit aus den Augen verloren hatten, musste ich immer an sie denken, wenn ich das Lied hörte und umgekehrt. Heute sind wir ein Paar. Immer wenn ich das Lied jetzt höre, freue ich mich darüber.

WB: Was verbindet dich mit deiner Heimat?
Jawinsky: „Ich lebe nach meiner Ausbildung in Hamburg wieder in Bad Oldesloe. Wir sind hier zur Schule gegangen und fast alle in Dörfern vom Oldesloer Umland aufgewachsen. In der Natur sein, Trecker fahren oder am Meer entspannen, macht uns einfach glücklich.“

WB: Gibt es einen Lieblingsort?
Jawinsky: „Ich bin sehr gerne am Oldesloer Traveufer und fahre Rad oder gehe spazieren.“

WB: Was tust du, wenn ihr nicht gerade Musik macht?
Jawinsky: Ich arbeite als Gitarren-Lehrer. Wenn ich frei habe, koch ich gerne und mache Sport.

WB: Wie stark ist eure Fangemeinde? Habt ihr mittlerweile Groupies?
Jawinsky: Nach dem Song Contest hat unsere Popularität schon zugenommen. Und ja, es kommen schon mehr Frauen zu unseren Konzerten. Aber eindeutige Angebote gab es noch nicht. Und für mich ist das auch okay.“ (vik)
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