„Fühle mich wohl“

Anzeige
Hannah Rath, die Stipendiatin der Wassermühle Foto: wb

Stipendiatin experimentiert mit Schrift

Trittau Die neue Stipendiatin der Sparkassen-Kulturstiftung heißt Hannah Rath. Bereits seit 1. Mai lebt und arbeitet sie in der Wassermühle. „Ich fühle mich wohl hier, genieße das Atelier und die Nähe von Arbeiten und Wohnen“ sagt die gebürtige Marburgerin, die an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg studiert hat und dort jetzt auch lebt.
Hannah Rath beschäftigt sich mit Sprache und Text nicht im literarischen Sinn, sondern indem sie mit Texten und Buchstaben experimentiert, sie neu ordnet und anderen Bedeutungen zuweist. „Das feste Ordnungssystem der Sprache hat Lücken, das fasziniert mich“, erklärt sie. Zum Beispiel ihr Vorname „Hannah“ ist vorwärts wie rückwärts lesbar. Anagramm und Palindron führen zu neuen Bedeutungen.
Auch der Raum als Bezugsgröße ist für sie wichtig. Je nachdem, wie ein Kunstwerk gestaltet ist, bewegt sich der Betrachter anders. Eine bevorstehende Ausstellung im Frankfurter Bankenviertel hat sie mit einem Blick auf die Skyline verarbeitet. „Die Ausstellung findet drinnen statt, mein Bild wird aber von außen fast mehr zu sehen sein“, erklärt sie. Für Kunst im öffentlichen Raum hat sie auch Ideen und Skizzen geometrischer Figuren angefertigt. „Meine Kunst ist skalierbar, kann in verschiedenen Materialien und Größen hergestellt werden“, erklärt sie.
Im Herbst nimmt sie auch an einer Ausstellung im Marstall „Von Wörtern und Räumen“ teil. In der Wassermühle wird sie in zehn Monaten ihre Werke in einer Abschlussausstellung präsentieren. (bm)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige