Intellekt trifft Gefühl

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Mark Mundschenk und Heidi Borchert-Schlichting spielen die „Eule und das Kätzchen“ sehr überzeugendFotos: Maurer

Laienspieler führen das Stück „Die Eule und das Kätzchen“ auf

Trittau. Doris, ein leichtes Mädchen (Heidi Borchert-Schlichting) fällt eines Nachts bei Felix (Mark Mundschenk)ein, einem verklemmten Buchhändler und Möchtegern-Schriftsteller, denn auf sein Betreiben hin wird sie aus ihrer Wohnung geworfen. Zwei Welten treffen aufeinander: Die spontane, lebenslustige Doris und der ordnungsliebende Felix – eine explosive Mischung entsteht. „Die Eule und das Kätzchen“, eine Komödie von Bill Manhoff, ist das neueste Stück der Laienspieler, das Anfang Februar Premiere hat. Es stellte die Theatergruppe vor große Probleme. „Wir haben die Rollen zwei Mal umbesetzt, weil es zum einen sehr viel Text zu lernen gibt in so einem Zwei-Personen-Stück und andererseits sich jemand in der Rolle nicht wohl fühlte“, berichtet Regisseurin Ursula Hammelmann. Zum Glück hat die 79-Jährige schon lange Jahre Erfahrungen gesammelt mit allen Problemen auf und hinter der Bühne. Sie ist seit 1964 dabei, spielt mal selbst oder führt Regie. Und so wird jetzt seit März einmal die Woche geprobt, so dass beim bevorstehenden Intensivwochenende nur noch der Feinschliff nötig ist. Mit Mark Mundscheck aus Tremsbüttel, auch schon fast zehn Jahre bei der Truppe und schon immer der Schauspielerei zugetan ist, und Heidi Borchert aus Lütjensee, die nicht nur spielt, sondern auch für die richtige Maske sorgt, ist nun die Idealbesetzung gefunden worden. Temperamentvoll geht es auf der Bühne zu, wenn die Fetzen fliegen und ein Wortgefecht das nächste jagt. Und dabei merkt man den beiden auch beim Improvisieren die langjährige Erfahrung und den Spaß am Spielen an. „Man muss am Ball bleiben, man darf das Stück nicht müde spielen“, verraten die beiden aus ihrer Probearbeit. Aber die Gefahr besteht wohl kaum, denn wenn sich die Machtverhältnisse des ungleichen Paares langsam wandeln, sie verliebt sich in ihn, er versucht ihr Bildung beizubringen, verliert das Stück nicht an Esprit und Tempo. Das Thema Logik und Intellekt gegen Gefühl und Instinkt wird auf sehr humorvolle Weise verpackt und es wird gezeigt, dass diese Gegensätze gar nicht so unüberwindlich sind, wie es zunächst scheint. (bm)

Premiere ist am Sonnabend, 2. Februar um 20 Uhr im Bürgerhaus. Weitere Vorstellungen werden an den Sonnabenden 9., 16. und 23. Februar und an den Sonntagen, 3., 10., 17. und
24. Februar angeboten, Beginn sonnabends um 20 Uhr, sonntags um 19 Uhr. Karten gibt es ab Januar im First Reisebüro oder unter
trittauer-laienspieler für 9, 50 Euro.
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