Kunst unter der Erde

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Glasmalerin Heidi Laute-Sies verputzt das Mosaik „Bildnis eines Mädchens mit Nelke“ aus Keramik- und Glasfliesen Foto: stb

Zwei neue Mosaiken für den Tunnel an der Manhagener Allee

Von Stella Bandemer
Ahrensburg
Die „Galerie der Hände“ im Fußgängertunnel an der Manhagener
Allee wurde jetzt um zwei Mosaiken ergänzt. Heidi Laute-Sies, die Ex-Frau des verstorbenen Künstlers Rolf Laute (Die Schlumper), hat es sich zur Aufgabe gemacht, seine Arbeit Schritt für Schritt zu beenden. Dass es ein Jahrzehnte-Projekt wird, hätte sie nie gedacht. Als ihr ehemaliger Ehemann den lange hinausgeschobenen Abschluss seiner Galerie angehen wollte, erkrankte er schwer und starb im Jahr 2013. Seine Tochter Anna-Karoline Pongs-Laute erbte mit ihren Geschwistern die zwei fertigen Mosaike und ist froh, dass seine Arbeit nun endlich abgeschlossen wird.
„Mein Vater hätte es so gewollt“, sagt sie. Auch Bürgermeister Michael Sarach freut sich über den Fortschritt im schönsten Tunnel Ahrensburgs. 6.000 Euro waren für den Kauf sowie die Anbringung der zwei Mosaike im Haushalt vorgesehen.Die Skizzen für die acht weiteren, noch zu ergänzenden Werke sind Teil des Nachlasses von Laute. Nun liegt es an seinen Erben, den Kindern, sowie seiner ehemaligen Frau, seine begonnene Arbeit fertigzustellen. Wann genau die restlichen acht Mosaike folgen, ist offen.

12.000 Euro fehlen für die Vollendung


„Über 12.000 Euro werden dafür benötigt“, sagt die Kulturbeauftragte Petra Haebenbrock-Sommer. Ihre Idee ist, Geschäftsleute aus dem Stadtforum als Sponsoren zu gewinnen. Das Stadtforum signalisierte bereits seine Bereitschaft.
Bereits vor 25 Jahren beauftragte die Stadt Rolf Laute, den Tunnel zu verschönern. Die Galerie, bestehend aus insgesamt 22 Mosaiken, sollte bis zum Sommer 1992 fertiggestellt werden. 230.000 Mark, umgerechnet rund 17.000 Euro, waren dafür vorgesehen. Die Mosaike im Tunnel stellen jeweils ausschnitthaft weltbekannte Gemälde dar. Vorlagen der zwei Mosaike sind „Bildnis eines Mädchens mit Nelke“ von Bartholomäus Bruyn d. Ä. (1493-1555) und Max Ernsts (1891-1976) „Beim ersten klaren Wort“. Die Bildgalerie ist Frauen mit besonderen Biographien aus der Geschichte Ahrensburgs gewidmet. 39 Personen, wie beispielsweise die erste Bürgermeisterin Erika Keck (1900-1990) sind verewigt. In den Tunnelnischen befinden sich die Nachbildungen bekannter Frauenstatuen. Der Kulturausschuss wird nach der Sommerpause am Donnerstag, 3. September, beraten, wie es mit den Mosaik-Plänen weitergeht.
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