Matthias Claudius für alle

Anzeige
Die Germanistin Dr. Inge Bernheiden kennt sich aus bei Matthias Claudius (1740 - 1815) Foto:cy

Vortrag zum 200. Todestag des Dichters. Wie er lebte, wen er kannte

Von Cetin Yaman
Trittau
Am Mittwoch, 21. Januar, jährt sich der Todestag des den norddeutschen Dichters Matthias Claudius zum 200. Mal. „Der Mond ist aufgegangen“ macht ihn bis heute berühmt. Doch darum soll es bei dem Vortragsabend am Freitag, 23. Januar, in der Wassermühle nicht gehen. „Wir wollen den Menschen Matthias Claudius und seine damalige Zeit zeigen.“
Die Referentin will den Zuschauern vielmehr erklären, unter welchen Umständen seine Lyrik entstanden ist. Sie wird von dem Historiker Dr. Carsten Walczok, der mit seinen Fachkenntnissen die geschichtlichen Zusammenhänge darlegen wird, unterstützt. Im Mittelpunkt des Literaturabends soll der Mensch Claudius stehen, über den die meisten heutzutage nur wenig wissen.
„Sein Lebensgefühl war geprägt von einer Zeit, in der viel Krieg herrschte. Dennoch ist er positiv geblieben und hat dies auch auf seine Gedichte übertragen“, so Bernheiden. Dabei war Claudius die meiste Zeit seines Lebens auf Arbeitssuche und musste seine Frau und zwölf Kinder versorgen. „Wenn man die Situation, in der sich Matthias Claudius befand, kennt, hat man einer sehr viel besseren Bezug zu seinen literarischen Arbeiten. Seine Gedichte und andere Werke sind alle aus der damaligen Lage heraus geschrieben“, sagt die Lütjenseerin, die eigentlich aus der Barockforschung kommt, aber aufgrund ihrer Faszination zum Dichter an diesem Vortrag mitgewirkt hat.
Auf dem Gedenkabend geht es auch darum, mit welchen Persönlichkeiten der in Reinfeld geborene Lyriker Kontakt hatte und wie ihn das beeinflusst hat. Die großen Dichter seiner Zeit wie Klopstock, Goethe und Schiller werden im Zusammenhang zu ihm betrachtet. Zudem wird seine Zeit als Redakteur in Hamburg-Wandsbek beleuchtet.

Schilderungen aus dem Alltag des Dichters


Dr. Bernheiden und Dr. Walczok wollen neben den historischen Fakten und Erläuterungen der literarischen Arbeit auch Schilderungen aus dem Alltagsleben der damaligen Zeit geben. Außerdem werden aus der großen Reihe von Buchveröffentlichungen über Claudius einige Empfehlungen abgegeben. „Obwohl wir keine Gedichte von ihm vortragen, wollen wir, dass die Besucher durch diesen Abend Appetit auf seine Texte bekommen und sich diese noch einmal oder überhaupt erst vornehmen und lesen“, hofft Dr. Bernheiden. (cy)
Freitag, 23. Januar, 19.30 Uhr, Wassermühle, Am Mühlenteich.
Der Eintritt beträgt 5 Euro, Karten sind im Vorverkauf im Buchladen, Poststraße 3, erhältlich. Reservierungen unter 04154/98 92 405.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige