Mit den Händen sehen lernen

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Birgit Schade spielt in dem Stück eine Blindenlehrerin Foto: wb

Broadway-Stück „Licht im Dunkel“ wird im Kleinen Theater aufgeführt

Bargteheide. Der Kulturring lädt ein zu einem Familiendrama um ein taubblindes Kind, mit emotionalen und bewegenden Glückerlebnissen. Broadway Autor W. Gibson bringt mit dem Stück eine biografische Episode aus dem Leben der berühmten Helen Keller auf die Bühne.
Turbulent geht es zu im Hause der Kellers, denn heute kommt Anne Sullivan (gespielt von Birgit Schade), die Blindenlehrerin aus Boston, die Tochter Helen (gespielt von Laia Sanmartin) unterrichten soll. Helen hat im Alter von 19 Monaten infolge einer schweren Krankheit Augenlicht und Gehör verloren. Dadurch kann das Kind nur durch einige wenige Berührungen und Gesten seine totale Isolation durchbrechen. Soweit sie sie erahnen können, versuchen die Eltern die Wünsche ihrer Tochter, zu erfüllen. Wird die Lehrerein Helen helfen können? Doch wie groß ist das Erstaunen, als statt der erwarteten älteren Dame eine junge Frau kommt, die gerade erst ihr Examen bestanden hat. Fast scheint es, als sollten sich die Befürchtungen der Familie bewahrheiten. Denn Helen lehnt die Lehrerin ab. Sie, die es gewohnt ist, immer ihren Willen durchzusetzen, spürt instinktiv in Anne eine starke „Gegnerin”, die ihr keine Unart durchgehen lassen wird. Allein durch den Tastsinn, dem einzigen Sinn über den die beiden kommunizieren können, buchstabiert Anne Helen jeden Gegenstand, den diese berührt, durch eine neue Fingersprache in die Hand. Helen ahmt diese Bewegungen nach, ohne zu begreifen, was sie bedeuten. Aber nicht nur gegen Helen muss Anne sich durchsetzen, sondern auch gegen deren Eltern. Aus Mitgefühl lassen sie ihrem Kind alles durchgehen. Um Helen in ihrem Sinne „erziehen” zu können, muss Anne mit ihr allein leben. Voller Skepsis willigen die Eltern ein und lassen die Lehrerin zwei Wochen lang mit Helen ins Gartenhaus ziehen. Regie führt Volker Hesse. Karten kosten zwischen 21,50 und 26 Euro. (cs)

Mittwoch, 8. Januar, 20 Uhr, Kleines Theater, Hamburger Str.
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