Mörderischer Spaß im Kreis Stormarn

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Der Tatort liegt mitten im Mais. Ob die Ermittler es schaffen, den Täter zu stellen? Foto: Schlie

Das Maislabyrinth in Klein Hansdorf lockt Hobbyermittler aufs Feld

Von Christina Schlie
Klein Hansdorf
Ein mörderisches Verbrechen im beschaulichen Kreis Stormarn. Wer ist der Täter? Das gilt es in diesem Sommer herauszufinden. Unter dem Motto „Mord und Totschlag“ eröffnet Karsten Eggert in diesem Jahr sein Maislabyrinth. Große und kleine Ermittler haben auf den sechs Kilometer langen Irrwegen die Aufgabe Spuren zu finden, Indizien zu prüfen und Rätsel zu lösen, um am Ende den Täter zu überführen. Dabei sind Scharfsinn, Orientierung und Kombinationsgabe gefragt. Neun Wochen lang, vom 23. Juli bis zum 2. Oktober, hat das 70.000 Quadratmeter große Maisfeld in Klein Hansdorf geöffnet. Seit 18 Jahren realisiert Betreiber Karsten Eggert die Labyrinthe in der Natur. „Lange habe ich an diesem Veranstaltungskonzept für das Krimilabyrinth getüftelt“, sagt der 47-Jährige. Er ist sich todsicher, dass die Faszination des Verbrechens und der Wunsch nach Gerechtigkeit viele Besucher in den Irrgarten locken. Viele Monate harter Arbeit und Planung gehen dem Spaß voraus. Bereits vier Monate vor Eröffnung heißt es säen, ausmessen, 3.000 Holzpflöcke setzen und 15 Kilometer Absperrband ziehen. 600.000 Maisstauden wurden gesetzt. Das feuchtwarme Wetter hat den Pflanzen gut getan. Mannshoch ist der Mais bereits gewachsen. Bis zur Eröffnung werden die grünen Wände vollständig dicht sein. Erst jetzt, kurz vor der Eröffnung ist Eggert damit beschäftigt, die Strandbar, das Bistro, die Bühne und den Aussichtsturm aufzubauen. Er freut sich über den späten Ferienbeginn in Schleswig-Holstein. Wenn alles fertig ist kommt endlich der Sommer. Im vergangenen Jahr lief es für den Labyrinth-Experten nicht gut. Schuld daran waren der viele Regen und die niedrigen Temperaturen. „Diese Saison wird besser“, sagt Eggert optimistisch. Neben dem Rätselspaß bietet das Labyrinth auch ein Kinderprogramm mit Spielen im XXL-Format. Jeden Freitag und Sonnabend wird es wieder geheimnisvoll, wenn die Besucher sich bei völliger Dunkelheit durch den Irrgarten wagen. Sonntags treibt der „Maismörder“ sein Unwesen und schafft überraschend schaurige Momente. Die Planungen für die Konzerte im Mais laufen noch. Weitere Informationen dazu gibt es auf www.einlabyrinthimirrgarten.de. In der Beachbar warten Hängematten und gemütliche Sitzecken auf die erfolgreichen Ermittler. Eggert bezeichnet sein Labyrinth als ein Gesamtkunstwerk und sagt: „Totgeschlagen wird hier nur die Zeit“. Und das auf unterhaltsame und gemütliche Weise.

Maislabyrinth in Klein Hansdorf: vom 23. Juli bis zum 2. Oktober geöffnet. Hansdorfer Redder 1. Montag ist geschlossen. In den Ferien Dienstag bis Sonntag von 10 bis 24 Uhr geöffnet. Erwachsene zahlen 8 Euro, Kinder 6 Euro (bis 4 Jahre frei), Familienpreis pro Person 6 Euro.
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