Neue Stipendiatin

Anzeige
Die Hamburger Künstlerin Hannah Rath lebt ab Mai ein Jahr lang im Atelier der Mühle Foto: wb

Hannah Rath zieht im Mai ins Atelier der Wassermühle ein

Von Manuela Keil
Trittau
Die neuen Stipendiatin der Sparkassenkulturstiftung für das Kunststipendium in der Trittauer Wassermühle ist Hannah Rath. Sie wird am 1. Mai in die Räume der Mühle einziehen. Die in Hamburg lebende und 1983 in Marburg geborene Künstlerin arbeitet mit Schrift, Sprache und Text. Hannah Rath experimentiert und dekonstruiert, reiht oder verschiebt einzelne Schriftzeichen und Buchstaben, um sie in ihren Arbeiten in eine neue Dimension zu überführen. In ihren Werken versucht Rath unsichtbare Strukturen und Rhythmen aufzuspüren und neu zu verorten. „Ihre Werke generieren sich somit aus einem stetigen Abtasten und Reflektieren von Schrift und Sprache“, heißt es von Seiten der Sparkassenkulturstiftung. „Die sorgfältige und stringente künstlerische Arbeit von Hannah Rath hat die Jury überzeugt“, sagt Dr. Katharina Schlüter, Kuratorin und wissenschaftliche Mitarbeiterin der Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn.

Zeit für Experimente


Mit dem Jahresstipendium fördert die Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn seit 1992 bildende Künstlerinnen und Künstler aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Neben einem finanziellen Zuschuss zum Lebensunterhalt stellt die Stiftung den Stipendiaten eine Wohnung in der Trittauer Wassermühle sowie ein Atelier im benachbarten Atelierhaus zur Verfügung. Zum Abschluss des Studienaufenthaltes werden die aktuellen Arbeiten in einer Ausstellung präsentiert und eine dazugehörige Publikation realisiert. „Ich freue mich sehr, für ein Jahr auf die Entwicklung meiner künstlerischen Arbeit konzentriert leben und arbeiten zu können“, sagt Hannah Rath, die auch den Katalog zu ihrer späteren Ausstellung selbst machen wird. Für sie bedeute diese komfortable Verbindung aus Wohnen und künstlerischem Arbeiten auch eine Veränderung hin zu größeren Arbeiten und Formaten.

„Ihre Werke generieren sich somit aus einem stetigen Abtasten und Reflektieren von Schrift und Sprache“ Dr. Katharina Schlüter

So habe sie bereits große Wandmalereien in Ausstellungen installiert und dem jeweiligen Ort angepasst. Wenn dann die Ausstellung abgebaut wird, wird auch die Arbeit abgebaut. „Als Künstler ist man gekoppelt an den Raum und das jeweilige Atelier“, sagt Hannah Rath. Sie sei auch schon gespannt, wie sich die ruhigere Umgebung in Trittau auf ihr künstlerisches Schaffen auswirken werde.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige