The King‘s Speech

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Das Stück „The King‘s Speech“ wird im Ahrensburger Alfred-Rust-Saal gezeigt.Foto: hfr

Die Rede des Königs nun auch im Alfred-Rust-Saal

Ahrensburg. Auf Einladung des Vereins Theater und Musik wird das Stück von David Seidler „The King´s Speech“ aufgeführt. Das mitreißende Drama über den stotternden britischen Thronfolger Albert, der erst seine Stimme finden muss, bevor er als zukünftiger König George VI. regieren kann.
Es ist ein persönliches Drama, durch das Massenmedium Radio tausendfach verstärkt: Das Wembley-Stadion im Jahre 1925, Albert, Herzog von York, steht vor einem Mikrofon und soll die Abschlussrede der Empire-Ausstellung halten. Per Radio wird diese live um den Globus übertragen.
Alberts Kopf wird puterrot, die Worte bringen ihn fast zum Platzen, aber er bringt nichts heraus. Er stottert, schweigt. Jeder Redeversuch wird schlimmer. Die Peinlichkeit ist unerträglich. Das Schicksal des Prinzen Albert ist, genau zu der Zeit König zu werden, als es nicht mehr ausreicht, dem Volk zuzuwinken und auf Fotos imposant auszusehen. Das Radio bringt die Stimme des Monarchen in Echtzeit in jedes Haus, da die Technik es noch nicht erlaubt, die Reden zeitverschoben und geschnitten zu senden.
Kein britischer König vorher oder nachher war gezwungen, alle Ansprachen live übertragen zu lassen. Für einen Stotterer eine wahrlich bittere Ironie des Schicksals. Bis er für „The King´s Speech“ allerdings bereit ist, muss der König durch das Fegefeuer einer ganz besonderen Sprachtherapie gehen. Dieses Stück ist auch die Geschichte eines Mannes, der schließlich durch eine Freundschaft erkennt, dass er nicht in seinem Schicksal gefangen ist, sondern sich selbst verändern kann.
1980 schrieb David Seidler, der in seiner Jugend ebenfalls stotterte, sein Theaterstück über die Geschichte um den stotternden König. Recherchen bringen ihn zum Sohn des inzwischen verstorbenen australischen Sprachlehrers Lionel Logue. Dieser will ihm die Notizbücher, die während der Therapie mit dem König entstanden sind, jedoch nur gegen die schriftliche Einwilligung der Queen Mum, Witwe des verstorbenen Königs, herausrücken. Queen Mum jedoch bat Seidler darum, die Geschichte erst nach ihrem eigenen Ableben zu erzählen, denn „die Erinnerungen an jene Zeit seien noch immer schmerzvoll für sie“.
So blieb dieses Original-Theaterstück bis zu Queen Mum´s Tod über 20 Jahre lang unaufgeführt, bis schließlich der Regisseur Tom Hooper darauf aufmerksam wurde und einen Kinofilm daraus machte, der mehrere Oscars erhielt. Inzwischen erobert auch das Theaterstück die Bühnen dieser Welt. (hfr)

Sonntag, 13. Januar, 20 Uhr, Alfred-Rust-Saal. Karten für 13 bis 19 Euro gibt es an allen bekannten Theaterkassen in Ahrensburg und Bargteheide und an der Abendkasse.
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