Trittau mit der Kamera entdecken

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Carsten Rabe stellt in der Wassermühle aus Foto: oj

Der Hamburger Carsten Rabe stellt seine Bilder in der Wassermühle aus

Von Olaf Jenjahn
Trittau
Der Hamburger Carsten Rabe bewegte sich ein gutes dreiviertel Jahr durch Trittau und die umliegenden Gemeinden und erkundete den Lebensraum mit seiner Kamera. „An der fotografischen Arbeit reizt mich das Dokumentarische, die Absurditäten und Ironien“, sagt der Künstler, der seine Werke bis zum 6. November im Trittauer Kulturzentrum Wassermühle ausstellt. Zu sehen sind Hauseinfahrten und -fassaden, Schaufensterauslagen, die Tennishallen. Als kleines Extra ist außerdem ein Bilderzyklus vom Hamburger Dom zu sehen – allerdings nicht hell und schrill, sondern ruhig, leer und leise. Seine Systemkamera Fuji xpro2 hat Carsten Rabe immer dabei. Sie kommt zum Einsatz, wenn er etwas Besonderes oder Bemerkenswertes sieht und auf dem Speicherchip festhalten möchte. Dabei möchte er das Ursprüngliche und Dokumentarische beibehalten: „Die Fotos sind nicht inszeniert, die Bilder werden nicht bearbeitet“, sagt Rabe, Jahrgang 1975. Lediglich minimale Farbanpassungen und mögliche Verunreinigungen auf der Linse werden bearbeitet. Die Kamera sieht Rabe als künstlerisches Medium und nutzt diese nur für die Kunst. Seine Fotografien sollen den Betrachter dazu bringen, die Szenerie vielleicht auch mit anderen Augen zu betrachten: „Die Leute gehen tausendfach an einem Ort vorbei und machen sich keine Gedanken über die Architektur, Kunstelemente oder die Gestaltung.“ Rabe ist sich sicher, dass der Mensch nicht nach New York oder Tokio reisen muss, um interessante Dinge zu erleben. „Er kann auch in seinem sozialen Umfeld bleiben und mit offenen Augen durchs Leben gehen“, sagt Carsten Rabe. Für die Trittauer und in der Umgebung Wohnenden bietet sich nun in der Ausstellung, die den sinnigen Namen „Eden Paradise“ trägt, die Möglichkeit, ihre Heimat einmal aus einer vollkommen anderen Sicht zu betrachten. Die Ausstellung ist immer am Sonnabend und Sonntag in der Zeit von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Das Stormarner Kinderatelier zur Ausstellung wird am 5. November von 15 bis 17 Uhr durchgeführt.

Anmeldungen unter Telefon 04102/70 78 10 15 oder per Mail: info@stormarner-kinderatelier.de. Ein Künstlergespräch findet am 6. November um 15 Uhr statt.
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