Uralte Kunstform

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Über die Bienenwachsfarbe wurde Schellack gepinselt Repro: stb

Kirsten Stock präsentiert Werke im Rathaus

Großhansdorf Das Großhansdorfer Rathaus zeigt noch bis zum 15. September im Barkholt 64 Kunstwerke von Kirsten Stock. Die freischaffende Künstlerin arbeitet mit der Encaustic-Technik, auch Heißwachsmalerei genannt. Das Wort kommt aus dem Griechischen von Enkauston, was so viel wie eingebrannt bedeutet. „Encaustic ist eine uralte Kunst, älter sogar als die Ölmalerei“, beschreibt die Großhansdorferin. In der Antike hatte die Encaustic ihre Blütezeit, geriet allerdings im sechsten Jahrhundert nach Christus lange Zeit in Vergessenheit. Vor sechs Jahren entdeckte Kirsten Stock die Technik in einem Kursus für sich. Seitdem ist sie begeistert von der oftmals unbekannten Technik. Stock arbeitet in ihrem Großhansdorfer Atelier, in dem sie auch Encaustic- Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene anbietet. „Es ist einfach zu erlernen und macht großen Spaß“, sagt sie. In der Antike wurden alte Farben mit heißen Spachteln über glühenden Kohlenbecken erhitzt und anschließend aufgetragen, eingebrannt oder heißflüssig auf Stein oder Holz aufgebracht. Heute werden die Farben mittels elektrischer Geräte erhitzt. In ihrer Ausstellung sind gegenständliche, aber auch abstrakte Bilder zu sehen. In ihren Werken ist Kirsten Stock sehr experimentell, beispielsweise pinselte sie über die Bienenwachsfarbe noch Schellack. Anschließend wurden die Farben mit einem Heißluftföhn verteilt. „Es ist spannend zu sehen, was mit den Farben passiert“, sagt Stock. Kirsten Stock ließ sich an der Encaustic Academie in Weilheim/Teck zur Kursleiterin ausbilden. Seit 2010 arbeitet die Großhansdorferin als freischaffende Künstlerin. (stb)

Infos zu ihren Malkursen gibt es unter www.encaustic-malkurse.de
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