Wechsel in Trittauer Wassermühle

Anzeige
Hannah Rath beendet mit einer Ausstellung ihr Wirken in Trittau Foto: Jenjahn

Auf Künstlerin Hannah Rath folgt Verena Schöttmer

Von Olaf Jenjahn
Trittau
Für Hannah Rath neigt sich die kreative Zeit in der Trittauer Wassermühle dem Ende entgegen. Die gebürtige Marburgerin, die eigentlich in Hamburg lebt, war ein Jahr als Stipendiatin der Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn in der Wassermühle aktiv. Am 19. März eröffnet die 1983 geborene Künstlerin dort ihre Abschlussausstellung „Hen to Pen“, die bis zum 8. Mai geöffnet ist. Hannah Rath zeigt in dieser Schau, welche Werke in der Trittauer Zeit entstanden sind. Sie spielt in ihren Arbeiten gezielt mit den Buchstaben, den Worten, der Sprache.
Zum 1. Mai wird die Wassermühle dann eine neue Mieterin bekommen. Die in Hamburg lebende Künstlerin Verena Schöttmer, Jahrgang 1978, ist die nächste Stipendiatin für das Kunststipendium in der Trittauer Wassermühle 2016/2017. Die Jury der Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn hat sich für Schöttmer ausgesprochen, deren Werke sich in Installationen, Skulpturen und Collagen manifestieren.
Schöttmers Werke bestehen überwiegend aus Stoffen und bedienen sich der vermeintlich direkten Bildlichkeit von Wandteppichen, Vorhängen und Paravents. Die künstlerische Herangehensweise zeigt sich zudem in der Fertigung von Druckcollagen.
„Zentral für mein Werk sind Stoffe als Material. Verarbeitet werden diese zu hängenden, bisweilen wie Flaggen anmutenden Wandteppichen, zu Vorhängen und Paravents, oftmals in Form von Collagen, Assemblagen sowie Rauminstallationen, mit denen ich die territorialen Grenzen von magischem Theater-Interieur, Zeitgeistoberflächen und traditionellem Kunsthandwerk zu überschreiten gedenke“, äußert sich Verena Schöttmer über ihre Arbeit.
„Das gekonnte Spiel mit Material und Referenzen im Werk von Verena Schöttmer haben die Jury überzeugt,“ sagt Dr. Katharina Schlüter, Leiterin Kunst & Kultur der Stiftungen der Sparkasse Holstein.
„Ich freue mich sehr auf die Zeit am Mühlenteich. Der Gedanke an das Leben und Arbeiten in einer alten Wassermühle, hat etwas Verwunschenes. Ich denke da vor allem an die Zeit im Sommer. Ich erhoffe mir viel Ruhe in der Natur zu finden, abseits des Trubels der Großstadt und bin gespannt, inwiefern sich dadurch meine Arbeit verändert“, sagt Verena Schöttmer.
Mit dem Jahresstipendium in der Trittauer Wassermühle fördert die Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn seit 1992 bildende Künstlerinnen und Künstler aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Neben einem finanziellen Zuschuss zum Lebensunterhalt stellt die Stiftung den Stipendiaten eine Wohnung in der Trittauer Wassermühle sowie zusätzlich ein Atelier im benachbarten Atelierhaus zur Verfügung – viel Raum für kreative Ideen.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige