Zweite Ahrensburger Nacht des Wissens

Wann? 23.01.2015 19:00 Uhr

Wo? Marstall, Lübecker Str. 8, 22926 Ahrensburg DE
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Ahrensburg: Marstall | Nach dem großen Erfolg der Ersten Ahrensburger Nacht des Wissens im vorigen Jahr veranstaltet die Schleswig-Holsteinische Universitäts-Gesellschaft in Ahrensburg am 23.1.2015 eine Zweite Ahrensburger Nacht des Wissens.

Professoren der Christian-Albrechts-Universität in Kiel werden allgemeinverständlich von den neuesten Forschungsergebnissen in ihrem Fachgebiet berichten. Nach den 30minütigen Vorträgen ist eine 15minütige Diskussion vorgesehen.


2. Ahrensburger Nacht des Wissens
Marstall,
Lübecker Str. 8,
22926 Ahrensburg

Freitag, den 23.1.2015

Eintrittskarte 10 €


Programm

19:00 Uhr Prof. Dr. Klaus-Peter Kruber,
Institut für Sozialwissenschaften
Christian-Albrechts-Universität, Kiel

Die Europäische Währungsunion –
Funktionsweisen und Probleme

Seit 2009 sprechen wir über eine Eurokrise. Dabei ist nicht eine Krise der Währung Euro gemeint, sondern eine Krise innerhalb des Euroraums, die Staatschulden, Finanzpolitik und Wirtschaftspolitik betrifft. In dem Vortrag wird zunächst die Geschichte der Währungsintegration dargestellt, und darauf aufbauend die notwendigen Funktionsbedingungen einer Währungsunion genannt. Die Ursachen und der Verlauf der Eurokrise werden nachgezeichnet und ein Ausblick auf die Zukunftsperspektiven der Währungsunion gegeben


19:45 Uhr Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas Bosch,
Zoologisches Institut
Christian-Albrechts-Universität, Kiel

Bakterien - eher Partner als Feinde

Eine der grundlegenden gestalterischen Kräfte der Evolution des Lebens ist die ständige Auseinandersetzung mit Mikroben. Lange Zeit war es vornehmliches Ziel der Immunologen, pathogene Bakterien zu studieren. Heute wissen wir, dass Mikroben uns nicht so sehr krank machen als vielmehr dafür sorgen, dass wir gesund bleiben. Tier und Mensch sind keine homogene Einheiten, sondern als "Metaorganismen" komplexe Lebensgemeinschaften aus vielen Arten, die sich während der vergangenen Millionen Jahre gemeinsam entwickelt haben. Ein von Mikroben abhängiger Lebensstil hat tiefgreifende evolutionäre Konsequenzen und lässt einen Paradigmenwechsel in der Immunologie erkennen: das Immunsystem ist auch entstanden, um Wirt-Mikroben-Interaktionen zu definieren und über lange Zeit stabil zu erhalten. Im Grenzgebiet von Immunologie, Genetik, Ökologie und Medizin entwickelt sich derzeit eine neue Forschungsrichtung, die auf den Erfolgen der Genomanalyse aufsetzt und sich um ein Verständnis von der Entstehung und Funktionsweise von solchen Metaorganismen bemüht.

20:30 Uhr Pause

21:00 Uhr Prof. Dr. Sebastian Wolf,
Institut für Theoretische und Astrophysik
Christian-Albrechts-Universität, Kiel

Sind wir wirklich aus Sternenstaub?

Auf unserer Erde wimmelt es nur so von Leben. Aber im Weltall? Bisher: Fehlanzeige. Nicht ein einziges Lebenszeichen. Weder auf unseren Nachbarplaneten, noch auf einem der vielen Planeten, die um weit entfernte Sterne gefunden wurden. Ist das Leben auf unserem Planeten - und sind damit wir - also etwas Besonderes? Und überhaupt, woher stammen wir eigentlich?


21:45 Uhr Dr. rer. nat. Sven Petersen,
Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel
(GEOMAR)

Bodenschätze der Tiefsee

Nach vielen Jahren der Stagnation hat das Interesse an Rohstoffen aus der Tiefsee in den letzten Jahren wieder deutlich zugenommen. Dies ist zum Teil auf die steigenden Rohstoffpreise der letzten Jahre zurückzuführen, die von der Aussicht auf weiteres wirtschaftliches Wachstum in Ländern wie China und Indien profitiert. Aber auch die Engpässe in der Versorgung mit Seltenen Erden haben dazu beigetragen, dass sich verschiedene Länder nach alternativen Bezugsquellen für die sichere Rohstoffversorgung ihrer heimischen Industrie umsehen. Können die Ozeanböden und ihre mineralischen Rohstoffe dabei eine wichtige Rolle spielen? Zu den möglichen Rohstoffen zählen dabei insbesondere die Manganknollen der Tiefsee, die kobaltreichen Mangankrusten entlang der Flanken submariner Gebirgszüge und die Massivsulfide, die sich in Bereichen vulkanischer Aktivität an den Plattengrenzen in den Ozeanen bilden. Der Vortrag stellt die verschiedenen Rohstoffe vor, zeigt den derzeitigen Stand ihrer Erkundung, die Bedeutung für unsere zukünftige Rohstoffversorgung sowie die mit einem möglichen Abbau verbundenen Risiken. Er zeigt aber auch, dass jeder von uns seinen Umgang mit Rohstoffen hinterfragen sollte.
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