150 Unterschriften gegen Kita-Bau

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Trittau: Bürger protestieren gegen geplanten Kita-Bau Symbolfoto: thinkstock

Widerstand der Anwohner wegen fehlender Verkehrsanbindung

Trittau Birgit Zimmermann und Daniela Hingst übergaben am Freitag Bürgermeister Oliver Mesch einen Einspruch gegen den geplanten Bau der Kindertagesstätte, die zwischen Schillerstraße, Lessingstraße und Goethering entstehen soll. 150 Anwohner aus dem betroffenen Wohngebiet haben den Einspruch unterzeichnet. „Uns geht es dabei nicht um die Verhinderung des Baus der Kita, sondern um die fehlende Verkehrsanbindung“, sagte Birgit Zimmermann. Nicht nur in der Bauphase rechnen die Anwohner mit einer starken Beeinträchtigung mit Lärm und parkenden Autos. Auch das Unfallrisiko sei in diesem Bereich enorm hoch. „Auch wenn eine eventuelle Anbindung von der Seite der Hamburger Straße geplant werden sollte, entlastet diese im Wesentlichen nicht die betroffenen anderen Straßen, da diese als Abkürzung genutzt würden“, heißt es im Schreiben. „Das ist eine Schnellschussaktion, eine gute und gesunde Planung wäre pfiffiger“, fügt Birgit Zimmermann hinzu. Die Anwohner, 40 von ihnen waren zur Informationsveranstaltung vor gut drei Wochen gekommen, fühlten sich in dieser Versammlung vor vollendete Tatsachen gestellt. Letzterem widersprach der Bürgermeister. „Die Planung ist ein öffentlicher Prozess, der so transparent wie nie ist. Allerdings sollten sich die Anwohner nicht irreführen lassen, schauen Sie auf die Fakten“, sagte Mesch und wies damit auf das kursierende Flugblatt hin, welches falsche Informationen verbreite. „Uns sind die Probleme bekannt.“ Mesch betonte, dass die derzeit favorisierte Lösung die Optimalste sei. „Grund und Boden gehören der Gemeinde, wir benötigen zudem im Süden eine schnelle Lösung. Allerdings sehe ich die Verkehrsanbindung auch kritisch“, sagte der Bürgermeister. Mit dem Kreis sei deshalb bereits Kontakt aufgenommen worden, um eine Zufahrt über die Hamburger Straße zu ermöglichen. Auch entsprechende Parkmöglichkeiten werden geschaffen. Oliver Mesch wollte die Unterschriften mit in die Sitzung des Sozial-, Sport- und Kulturausschusses am Dienstag (fand nach Redaktionsschluss statt) nehmen, auf der auch ein Antrag der Trittauer CDU-Fraktion beraten werden sollte, eine provisorische Lösung zu schaffen. (oj)
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