16. Plattdeutsche Tage für Stormarn starten

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Halten die Plattdeutschen Tage am Leben: Cord Denker, Peter Berndt, Volker Holm und Helmuth Peets (v.l.) Foto: Jenjahn

Von Bargteheide bis Trittau – ab dem 23. September eröffnet der Heimatbund die Veranstaltungsreihe

Jersbek Der Heimatbund Stormarn hat sich dem Erhalt und der Förderung der plattdeutschen Sprache verschrieben. Besonders durch die „Plattdeutschen Tage für Stormarn“, die in diesem Jahr bereits das 16. Mal stattfinden, gerät die eigenständige Sprache, die seit 1999 unter dem Schutz der Europäischen Sprachencharta steht, in den Fokus der Öffentlichkeit. Zwölf Veranstaltungen innerhalb von 14 Tagen, von Bargteheide bis Trittau, bieten jede Menge unterhaltsame Abwechslung und zeigen die Vielfalt der kulturellen Möglichkeiten auf. Die 16. Plattdeutschen Tage für Stormarn starten am 23. September mit dem großen Eröffnungsabend in Bargteheide, bei dem Jan Graf „singt un vertellt“. Der Autor und Liedermacher präsentiert sein Programm „Hett jo noch mol goot gahn“. Die Organisatoren der Veranstaltungsreihe konnten außerdem Peter Paulsen (Auftritt in Elmenhorst), Ilka Brüggemann (Todendorf), Dr. Hans Thomas Carstensen (Bargteheide), Gerd Spiekermann (Timmerhorn) und Matthias Stührwoldt (Hammoor) gewinnen. Den Abschluss der Veranstaltungsreihe bildet ein heiterer Abend mit der plattdeutschen Entertainerin Anni Heger am 7. Oktober im Trittauer Kulturzentrum Wassermühle. „Wir sind sehr stolz darauf, eine Handvoll Vertreter der plattdeutschen Vortragskunst, gepaart mit regionalen Künstlern, begrüßen zu können. Wir legen viel Wert darauf, dass Plattdeutsch in seiner ganzen kulturellen Bandbreite gezeigt wird“, sagt Helmuth Peets, Vorsitzender des Heimatbundes Stormarn. Mit dieser Vielschichtigkeit wollen sich die Macher zudem neue Zielgruppen erschließen. Diese besonderen „Sprachtage“ haben sich in den vergangenen 15 Jahren zu einer kreisweit beachteten Kulturveranstaltung entwickelt. Die Akzeptanz der plattdeutschen Sprache ist groß, mittlerweile wird sie auch an einigen Grundschulen im Kreis (Reinbek und Zarpen) gelehrt. Viel Unterstützung erfährt der Heimatbund Stormarn in seiner Arbeit vom Institut für niederdeutsche Sprache (INS) in Bremen. Allerdings steht das INS vor dem Aus, denn die Finanzierung des Instituts, die aus Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein realisiert wird, soll zum Ende des Jahres 2017 eingestellt werden. „Das ist existenzbedrohend und nicht förderlich für unsere Arbeit. Außerdem sind die Schulprojekte enorm gefährdet, weil dann Fachkompetenz fehlt“, sagt Helmuth Peets. (oj)

Weitere Infos: Heimatbund Stormarn
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