25 Jahre Anne-Frank-Schule

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Ministerpräsident Torsten Albig mit Schulleiterin Angelika Knies Foto: fnf

Schulleiterin Angelika Knies erinnert sich, wie alles begann

Bargteheide Die Integrierte Gesamtschule Bargteheide, später umgetauft in Anne-Frank-Schule, gilt mittlerweile als Vorzeige-Einrichtung. Zum 25-jährigen Jubiläum, besucht Ministerpräsident Torsten Albig die Einrichtung. „Bei der Gründung der Gesamtschule sahen viele den Bildungssozialismus über Bargteheide hereinbrechen. Man befürchtete eine Schule, die den Kindern einen Einheitsanzug verpasst“, sagte Albig beim feierlichen Festakt im Ganztagszentrum. Doch die Befürchtungen sollten sich als unbegründet erweisen. Seit zehn Jahren hat kein Schüler die Schule ohne Abschluss verlassen. „Der Anspruch ist es, jedem Schüler gerecht zu werden und jedes Kind nach seinen Begabungen zu fördern. „Die Anne-Frank-Schule leitet die Kinder an, frei zu denken. Hier wird Toleranz, Menschenwürde und Menschlichkeit als Basis der Gesellschaft gelehrt. Wir leben in einer Zeit, in der wir eine solche Schule mehr brauchen denn je.“ Die Stadtvertretung beschloss 1989 mit knapper Mehrheit die Einrichtung einer Gesamtschule für Bargteheide als gebundene Ganztagsschule mit der Option einer Oberstufe. Eine Elterninitiative hat die Schulgründung in Zeiten des Regierungswechsels von Uwe Barschel zu Björn Engholm vor Ort durchgesetzt. Schulleiterin Angelika Knies, seit Beginn an der Schule, erinnert sich: „Es gab Plakataktionen in Wahlkämpfen. Schon alleine der Begriff ‚Einheitsschule‘ sollte den Bezug zur damals noch existierenden DDR herstellen und der Diskriminierung dienen.“ Doch die neue Schulform setzte sich durch. Vor zwei Jahren erhielt ihre Schule den Deutschen Schulpreis, gilt seitdem als eine der besten Bildungseinrichtungen der Republik. Besonders beeindruckte die Jury unter anderem, dass die Einrichtung alle Kinder erreicht, vom lernbehinderten bis zum hochbegabten Schüler. (fnf)
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