29 Storchennester in Stormarn besetzt

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Jungstörche in ihrem Nest in Stemwarde vor dem Ausfliegen Foto: Nabu

Nasser Juni kostet viele Jungtiere aber das Leben. Vögel bereiten sich auf Flug nach Afrika vor

Von Hans-Eckert Jäger
Stormarn
Die Weißstörche im Kreis Stormarn werden langsam unruhig. Nur ein paar Tage noch, dann verlassen die ersten ihre Sommerquartiere und begeben sich auf die lange Reise nach Afrika. 29 Nester waren in diesem Jahr besetzt – das zweitbeste Ergebnis seit 1971. Doch es gibt, so Stormarns Storchenbetreuer Andreas Hack aus Sprenge, auch schlechte Nachrichten. „Beim Nachwuchs hatte sich schon frühzeitig ein Drama besonderen Ausmaßes abgezeichnet, und das lag an den starken Regenfällen im Juni“, berichtete er. In einigen Nestern (Bargfeld-Stegen, Lasbek, Grönwohld) ging die gesamte Brut ein, in neun Nestern blieb nur ein Jung-Vogel übrig. Die Jungstörche durchfeuchteten, kühlten dadurch stark aus und starben. Kritisch ist es immer zwischen der vierten und sechsten Lebenswoche. Die Jungen haben dann noch kein dichtes Gefieder, sondern teils noch ihr Daunenkleid. Sie sind aber schon so groß, das ihre Eltern sie nicht mehr komplett abdecken können. Einige Jungstörche überlebten, denn zum Glück blieb die große Kälte aus. Sonst hätte es noch mehr Verluste gegeben. Bei 39 Jungstörchen (Vorjahr 53) im Kreis Stormarn wurde der für den Bestandserhalt notwendige Durchschnitt von 1,7 Jungen pro Horstpaar mit 1,3 deutlich unterschritten.
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