Abriss oder Sanierung?

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Das Hallenbad am Reeshoop liegt in der Ahrensburger Ortsmitte. Wie es in Zukunft betrieben wird, ist noch ungewiss Foto: wb/ fnf

Das Badlantic soll bleiben – aber wie genau, ist offen. Politiker gefragt

Von Finn Fischer
Ahrensburg
Die Schlossstadt ohne Badlantic ist kaum vorstellbar. Dennoch könnte dem Bad bald der Abriss drohen. Eine Sanierung steht an. Dazu schreibt das Freizeitbad seit Jahren rote Zahlen. Bis Anfang des Jahres war Norddirekt, ehemals Schleswag, noch Mitinhaber das Badlantic. Jetzt hat die Stadt den Vertrag aufgelöst und ihren Partner ausgezahlt. Ablösesumme: 600.000 Euro. Damit ist die Stadt nun alleiniger Besitzer eines sanierungsbedürftigen und defizitären Freizeitbades. Das Badlantic muss dringend saniert werden. Die technischen Anlagen, die im Sommer modernisiert wurden, darf Norddirekt behalten.
Doch was passiert jetzt mit dem Bad? Im nächsten Schritt wird ein Gremium aus Mitgliedern der Parteien vorgestellt. „Der Aufsichtsrat wird von fünf auf neun Mitglieder vergrößert. Erst wenn der vollständig besetzt ist, können weitere Entscheidungen getroffen werden“, sagt Stadtsprecherin Imke Bär.
Für den Erwerb der Norddirekt-Anteile durch die Stadt hatten Stadtvertreter bereits im Sommer vergangenen Jahres ihren Segen erteilt.

Politik entscheidet über Zukunft des Bades


„Die Politik muss nun entscheiden, wie was in Zukunft mit dem Badlantic passieren soll“, sagt Interims-Chef Herrmann Roks. Jetzt ist es an den Volksvertretern, Vorschläge für eine Nutzung – oder Nichtnutzung – des Bades zu erarbeiten.
Fest steht: Es muss eine grundlegende Neuausrichtung geben. Außerdem soll ein neuer, günstiger Energieversorger her. Was die Zukunft des Badlantic betrifft, ist alles möglich. So könnte sich die FDP-Fraktion etwa vorstellen, das Gebäude abzureißen und ein neues Schwimmbad zu errichten.
Dabei ist das Badlantic mit 31 Jahren allenfalls im besten Alter. Dennoch würde eine Sanierung wohl Millionen verschlingen. Viel für ein Freizeitbad, das 2013 ein Defizit von fast anderthalb Millionen Euro eingefahren hat. Einig ist man sich immerhin in dem Punkt: Ohne Schwimmbad geht es nicht. Vertreter für die Badlantic Betriebsgesellschaft mbH werden in der Stadtverordnetenversammlung am Dienstag, 24. Februar, bestellt.
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