„Adsche“ ist jetzt Ehrenmitglied

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Peter Heinrich Brix auf der Ehrenrunde mit Fans vom Mofa- und Mopedclub Lütjensee Foto: Haas
 
Peter Heinrich Brix (Mitte) wird Ehrenmitglied der Mofa- und Mopedfreunde Lütjensee Foto: Haas

Mopedfreunde Lütjensee treffen Peter Heinrich Brix und hoffen auf eine Rolle in „Büttenwarder“

Von Waltraut Haas
Lütjensee/Hafencity
Die 25 Mitglieder der Mofa- und Mopedfreunde Lütjensee erregten einiges Aufsehen, als sie vollzählig der besonderen Einladung folgten: In Landkluft auf blank gewienerten antiken Zweirädern erschienen sie in der Hamburger Hafencity – als Festgäste. Anlässlich des 60. Geburtstags von Schauspieler Peter Heinrich Brix wurde „Büttenwarder“ im Miniatur Wunderland feierlich eingeweiht. Ihm zu Ehren werde die Szenerie der NDR-Erfolgsserie nur wenige Meter von der Elbphilharmonie enfernt unterbracht, erklärte Frederik Braun.
Der ältere der Zwillingsbrüder überreichte Brix die kaum zwei Zentimeter große Mini-Figur „Adsche“, seiner Paraderolle in „Neues aus Büttenwarder“. Unter großem Hallo stellte Brix sie eigenhändig in Mini-Büttenwarder auf, nachdem er sich bei Frederik Braun ebenso wie für die Festrede von Moderator und TV-Produzent Hubertus Meyer-Burckhardt bedankte – tief beeindruckt, mit seinem trockenen Humor ganz „Adsche“: Ob dieser Ehre fühle er sich „ein bisschen wie vom Bus gestreift.“ Sein erster Besuch im Miniatur Wunderland überwältige ihn. „Solche Dimensionen hätten wir uns nie ausdenken können. Aber hier stehen wir immerhin auf Augenhöhe mit der Elbhilharmonie.“ meinte Brix augenzwinkernd.
„Wir sind alle große Fans von Büttenwarder. Immerhin liegt der Drehort der Kultserie ja bei uns quasi um die Ecke.“ erklärte Clubchef Guido Hübener. Das eisern verfolgte Ziel der Mofa- und Mopedfreunde sei es, endlich auch mal in einer der kommenden Folgen auftreten zu können. Nicht nur, um ihrer Verwendung als Statisten Nachdruck zu verleihen, stellte sich Jana Vogel dem staunenden Schauspieler vor: „Ich bin Annegret, die Schwester von Gerlinde Kötenbrök“, erklärte sie ernsthaft dem zunächst verwunderten Brix. „Na, von Gerlinde, die als Jugendliebe von Adsche in jeder Folge erwähnt wird“, half sie nach. Ob er den Auftritt der Mofa- und Mopedfreunde denn nicht in einer der nächsten Folgen einarbeiten könne? Drehbuchautor Norbert Eberlein will sich zwar nicht festlegen. Aber es wäre schon möglich, denn hin und wieder würden zur Szenerie passende, neue Komparsen auftreten, wie etwa die Frau, die in einer Folge auf einer Kuh reitend den Dorfplatz von Büttenwarder überquerte. Früher wohnte Eberlein mit Familie nahe Lütjensee. Kein Wunder also, dass ihn die Gegend inspirierte. Anfangs hätte er nie gedacht, dass die Serie so erfolgreich wird. Woran das liegt? „Vielleicht am Misserfolg der Anti-Helden. Aber trotz ihrer Missgeschicke finden sie immer zu einem guten Ende“, vermutet der Drehbuchautor.Im Anschluss an die Feier im Miniatur Wunderland wurde „Adsche“ ein weiteres Mal geehrt: Die Mofa- und Mopedfreunde Lütjensee ernannten den Schauspieler zu ihrem Mitglied ehrenhalber und überreichten ihm eine Urkunde. Zur Ehrenrunde auf Kehrwieder bestieg Peter Heinrich Brix dann eines ihrer Mopeds, gefolgt von seinen neuen Club-Kameraden.
Ursprünglich berufstätig als Landwirt startete Peter Heinrich Brix seine Senkrechtkarriere über das Laientheater ins Fernsehen. 15 Jahre lang war er Polizist Lothar Krüger im „Großstadtrevier“, zehn Jahre lang Kommissar Geiger in „Pfarrer Braun“. Seine Paraderolle als „Adsche“ an der Seite von Jan Fedder spielt er in der Serie „Neues aus Büttenwarder“ seit 1997 im NDR Fernsehen. Inzwischen ist die 64. Folge abgedreht. (wh)
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