Ahrensburg: Chance für Neugestaltung

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Könnte mehr Barrierefreiheit vertragen: Der Bahnhof in Ahrensburg Foto: fnf

Behindertenbeirat will mit dem Fahrradparkhaus den Bahnhofsvorplatz erneuern

Von Finn Fischer
Ahrensburg
Der Bahnhofsvorplatz in Ahrensburg soll zu einem zentralen und attraktiven Stadteingang umgestaltet werden. Das zumindest ist die Vision der Stadtplaner vom Planungsbüro BPW Baumgart+Partner, die für die Stadtverwaltung ein Innenstadtkonzept entworfen haben. Teil des Gesamtkonzeptes ist auch der Vorschlag, dort ein Fahrradparkhaus zu errichten. Das wurde vom Bau- und Planungsausschuss bereits beschlossen. Im Rahmen der daraufhin folgenden Umgestaltung könnte auch der Bahnhofsvorplatz für die Verkehrsteilnehmer umgestaltet werden. Der Behindertenbeirat der Stadt sieht in dem Projekt auch die Chance für weitergehende Maßnahmen und brachte im Ausschuss mehrere Vorschläge ein, die in der Planung nun berücksichtigt werden. So könnte beim Bau des Fahrrad-Parkhauses eine behindertengerechte Toilettenanlage vorgesehen werden. Zudem könnte das vorhandene Behinderten-WC in einen für Rollstuhlfahrer gebrauchsfähigen und verkehrssicheren Zustand umgebaut werden.

Mehr Übersicht durch Leitsystem


Gerhard Bartel, Vorsitzender des Behindertenbeirats, schlägt außerdem vor, dass nach dem Wegfall der bisherigen Fahrrad-Stellplätze entlang der Fuß- und Radwege, diese verbreitert und barrierefreier gestaltet werden sollten. Vor allem sollte die Verkehrsführung übersichtlicher gestaltet werden. Bislang fehlt es am Bahnhof außerdem an Wegweisern für Sehbehinderte. „Im Bahnhof ist ein Stadtplan für Blinde aufzustellen und an den Handläufen sind entsprechende Hinweise in Blindenschrift anzubringen“, sagt Gerhard Bartel. Auch die Stufen zum Bahnhof müssten mit einer Kennzeichnung für Sehbehinderte ausgestattet werden. Am ZOB fehlt es bislang an einer drei Zentimeter hohen Kante, an der Blinde die Linie zwischen Wartebereich und Fahrbahn ertasten können. Bei der Umgestaltung könnten, so die Idee des Beirates, Vorplatz, ZOB und Zuwegung zu den übrigen Bushaltestellen mit gut sichtbaren Wegeleitsystemen ausgestattet werden, um eine bessere Übersicht zu schaffen. Gerhard Bartel: „So können auch sehschwächere oder in ihrer Orientierung eingeschränkte Menschen ohne Sehhilfen oder Hilfestellung ihre Wege durch Ahrensburg finden.“
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