Ahrensburg: Neue Konzepte gefragt

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Heidrun Gerresheim (l.) und Carolin Wandzik informierten über das Konzept Foto: stb

Rathausumgestaltung weckt kaum das Interesse der Bürger

Von Stella Bandemer
Ahrensburg
Die Zufriedenheit der Befragten mit dem Ahrensburger Rathaus hielt sich eher in Grenzen. Wie auch die Beteiligung der Bürger, was Ideen für die Umgestaltung der öffentlich zugänglichen Bereiche der Stadtverwaltung angeht. Auch Bürgermeister Michael Sarach stellt in seinen einleitenden Worten zu der Veranstaltung „Erhalten und Entwickeln“ vergangene Woche im Rathaus fest, dass „vor allem Mitarbeiter“ unter den Anwesenden seien. Da die Umbaumaßnahmen im laufenden Betrieb stattfinden sollen, seien jedoch auch gerade die Mitarbeiter der Stadtverwaltung „die Leidtragenden“. Die Anwesenden hatten die Möglichkeit, ihre Anregungen für die Konzeption der öffentlich zugänglichen Innenräume des Rathauses, wie den Wartebereich und das Foyer, auf Stellwänden zu notieren und ihre Zufriedenheit auf einer Skala zu markieren. Mit der Gestaltung des Foyers sind viele der Befragten nicht zufrieden. Die große Fläche müsse mehr genutzt werden, so die Kritik. Zudem werden leichter zu öffnende, automatische Türen gewünscht. Die „Info-Thek“ sei momentan zu „versteckt“.

Räumliche Neuordnung


Heidrun Gerresheim und Carolin Wandzik von BIG-Städtebau stellten bei der öffentlichen Veranstaltung das Nutzungskonzept für das Rathaus vor. Für das Nutzungskonzept wurde der Raumbedarf aller Dienststellen erfasst und dargestellt. Die Fachdienste sollen so neu räumlich angeordnet werden, dass sie sich möglichst auf einer Ebene im Rathaus befinden. Das dies nicht bei jedem Fachbereich klappen werde, sei „der räumlichen Konstruktion des Rathauses geschuldet“, so Gerresheim. Deshalb müssten auch einige Fachdienste nach außen verlagert werden. Eine Neuerung soll ein Zimmer für die Kinderbetreuung sein. Dort könnten die Kinder der Mitarbeiter untergebracht werden, die kurzfristig erkrankt seien und für die keine andere Betreuung gefunden werden konnte. Außerdem soll die Info-Thek weiter nach vorne verlagert werden. „Wie dies genau aussehen soll, wissen wir noch nicht“, gibt Gerresheim zu. Sebastian Hoyer, Architekt von der TU Braunschweig, betont in seinem Kurzvertrag zum Denkmalschutz, dass „die Pflege und Wartung eines Gebäudes auch eine Form der Wertschätzung ist“, die jedoch in vielen Städten vernachlässigt werde. 40 Jahre lang sind die Außenflächen des Rathauses nicht gereinigt worden. So seien die Kontraste vom weißen Waschbeton zum schwarzen Stahlbeton nicht mehr klar erkennbar. Wenn die Brandschutzmaßnahmen im Rathaus durchgeführt seien, können die Umbaumaßnahmen beginnen. Vorausgesetzt, dass der Förderantrag vom Innenministerium bewilligt wird. „Bis zum 50. Geburtstag des Rathaus sollten die Arbeiten fertig sein“, so Bürgermeister Michael Sarach.
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