Ahrensburger König dankt ab

Anzeige
Siegbert Sobotke war ein Jahr lang bester Schütze der Gilde. Foto: H.-E. Jaeger

Siegbert Sobotke war ein Jahr lang bester Schütze der Gilde

Ahrensburg. Ein Jahr lang war Siegbert Sobotke (70) der König von Ahrensburg. Nun geht seine Ära als Schützenkönig zu Ende. Am 19. August verabschiedet sich der pensionierte Postbeamte von seinen Schützenbrüdern der Ahrensburger Schützengilde. Um 18 Uhr, unmittelbar nach dem Königsschießen, wird er seine Dankesrede halten. „Das ist Tradition, das bin ich den Mitglieder der Gilde schuldig“, sagt er.
Siegbert Sobotke hat den Schützenbrüdern, mit denen er viele Jahre, auch bei sportlichen Wettkämpfen, durch dick und dünn gegangen ist, viel zu erzählen. Vor allem von lustigen und ernsten Begebenheiten, die er bei
40 Veranstaltungen als Repräsentant der Ahrensburger Schützengilde erlebt hat.
Tracht gerne angelegt
Er hat gerne seine Schützentracht mit den vielen Orden angelegt. Ob Festumzüge, Königsproklamationen, Katerfrühstücke, Königsbälle, Jubiläumsfeiern, Kranzniederlegungen, Osterfeiern oder Sitzungen beim Bürgerverein: Siegbert Sobotke hat die Gilde würdig vertreten. „Meine Frau hat sich nie mit dem Schützenwesen anfreunden können, aber sie stand mir immer zur Seite“, sagt er.
Das Sportliche kam beim Repräsentieren nicht zu kurz. „Das reizt mich heute noch. Die Präzision ist wichtig, und wenn ich den Finger vor dem Schuss krumm mache, vergesse ich alles um mich herum.“ Erfolge hat er auch viele gefeiert, einmal war er mit dem Kleinkalibergewähr Landesvizemeister.
Und wenn am Sonnabend, 25. August, das Schützenfest 2012 beginnt, Siegbert Sobotke seine Krone zum zweiten Mal abgibt (1971 war er schon einmal Schützenkönig), die neuen Majestäten proklamiert werden und abends im Schießsporthaus am Hopfenbach das Tanzbein geschwungen wird, will Siegbert Sobotke der erste sein, der mit seiner Ehefrau Thekla-Maria die Tanzfläche zum Ehrentanz betritt.
„Diese Geste soll eine kleine Belohnung sein für alle die Jahre, in denen ich mein Hobby pflegte und sie verzichtet hat“, sagt er. „Immer hat sie Verständnis gezeigt, und deshalb soll sie an diesem Abend für mich die Königin sein. Das hat sie verdient. Ein Ehrentanz mit einer fremden Frau - das ist für mich undenkbar.“ (jae)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige