Amt kauft Haus und Wohnungen für Flüchtlinge

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Das Haus in der Straße Zum Bugenheim hat das Amt für Flüchtlinge gekauft Foto: will

Platz für 22 Asylbewerber. Weiter ehrenamtliche Unterstützung gesucht

Trittau. Auf der vergangenen Sitzung des Amtsausschusses gab Amtsvorsteher Ulrich Borngräber bekannt, dass er und seine Mitarbeiter ein Haus und zwei Wohnungen in Trittau für die Unterbringung von Asylbewerben gefunden haben. Sie befinden sich an der Rausdorfer Straße und der Straße Zum Bugenhagenheim. 42 Flüchtlinge, unter anderem aus Syrien und Afghanistan, haben bereits ihre Unterkünfte bezogen. Bis Jahresende erhält das Amt weitere 22 Zuweisungen von der Kreisverwaltung. Auch diese Menschen sollen hier ein zweites Zuhause finden. Seine Wohnraumsuche sei zum Teil abenteuerlich gewesen, berichtete der Amtsvorsteher. „Bei der Suche hatte ich Erlebnisse, die ich so nicht erwartet hatte.“ So brachen die Besitzer dreier Objekte, für die sich die Mitarbeiter des Amtes interessierten, die Verhandlungen ab, als sie erfuhren, dass das Haus für Asylbewerber gedacht ist. Ein anderer Verkäufer sagte von vornherein, er verkaufe nicht an die Amtsverwaltung. Weitere Schwierigkeiten: Die Unterkünfte müssen mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar, Einkaufsmöglichkeiten sollten in der Nähe sein wie auch Schulen und Ärzte. Damit scheiden kleinere Orte im Amtsgebiet aus. „Wir sind daher froh, dass die Trittauer Politik kooperativ war und wir hier viele Menschen unterbringen konnten“, sagte Borngräber. Die Mitglieder des Amtsausschusses wollen den Sommer nutzen, um zu überlegen, wie es weitergehen kann. Eine Möglichkeit wäre, weiteren Wohnraum zu schaffen, indem die Amtsverwaltung einen Neubau in Auftrag gibt. Denn ab 2015 erwartet das Amt weitere 25 Zuweisungen.
Große Fortschritte haben die Mitglieder des ehrenamtlichen Freundeskreis der Asylbewerber gemacht. Die Ehrenamtler geben den Flüchtlingen unter anderem Deutschunterricht oder erklären ihnen die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Auch die Fahrräder aus dem Fundbüro werden in Stand gesetzt und den Asylanten dann zur Verfügung gestellt. „Die persönliche Betreuung ist auf beiden Seiten gut angekommen“, sagt Borngräber. „Man hört viele Schicksale, die man sich kaum vorstellen kann.“ Trotz bereits großen Engagements einiger Bürger werden weitere Ehrenamtliche gebraucht, da die Anzahl der Asylanten stetig wächst. Wer mithelfen möchte, kann sich bei Sabine Rutsch unter t 04154/ 807945 oder bei Ulrich Bongräber unter Tel.: 0170/380 10 02 melden. (bm)
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