Areal für Hunde gefordert

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Anneke Dräger (17) würde ihren Mops-Terrier Mischling gerne mal gefahrenlos von der Leine lassen Foto: stb

CDU will Freilaufflächen für Vierbeiner nach Hamburger Vorbild

Von Stella Bandemer
Ahrensburg. Anneke Dräger geht mit ihrem zweieinhalb-jährigen Hund Minou besonders gerne in der Innenstadt spazieren. Doch der Mops-Terrier-Mischling der 17-Jährigen muss dort bislang überall an der Leine bleiben. „Gerade an den Straßen wäre es viel zu gefährlich, ihn von der Leine zu lassen“, meint die junge Frau.
Um den 1.200 gemeldeten Hundehaltern der Schlossstadt das Gassigehen zu erleichtern, hat die CDU auf der aktuellen Sitzung des Umweltausschusses beantragt, ein Hundeauslaufgebiet im Ort zu errichten.
Die Verwaltung müsse nun eine geeignete Fläche suchen, sowie Größe und Kosten für ein solches Gebiet prüfen. Auf der nächsten Sitzung, Anfang September, wollen die Mitglieder dann über die Ausgestaltung eines Areals abstimmen.

Platz zum Spielen fehlt

Detlef Levenhagen, Mitglied der CDU-Fraktion, fordert, dass die Verwaltung bei ihrer Suche auch benachbarte Gemeinden miteinbeziehen sollte. Er verweist auf Hamburg, wo bereits an über 100 Orten Hundeauslaufzonen errichtet wurden. Einige halten auch Spielmöglichkeiten für die Tiere bereit. Eine fehlende Auslauffläche für Hunde sei laut Detlef Levenhagen der Grund, dass viele Hundebesitzer die Leinenpflicht nicht so ernst nehmen. Dabei bestätigt Thorsten Jahncke, in der Stadtverwaltung zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit: „An allen öffentlich zugänglichen Plätzen herrscht Leinenpflicht.“ Er verweist darauf, dass Hunde auch im Wald angeleint sein müssen. Verstöße könnten mit einem Bußgeld von maximal 10.000 Euro bestraft werden.
Detlef Levenhagen ist selbst Hundehalter und weiß, welche Vorteile eine solche Fläche bringen kann. „Dort könnten die Hunde miteinander spielen und auch die Hundehalter würden mal zusammenkommen und nicht nur aneinander vorbeigehen“, sagt er.

Nicht alle Halter dafür

Bei Ahrensburger Hundehaltern sind die Meinungen über eine solche Auslauffläche zweigeteilt. Hundebesitzerin Elke Schramm findet die Idee toll. „Gerade das gemeinsame Toben ist wichtig für das Sozialverhalten der Hunde“, sagt sie. Anneke Dräger wünscht sich neben einer Auslauffläche noch mehr. „Ich würde es gut finden, wenn es dort auch ein Paar Spielmöglichkeiten geben würde.“ Für Hundehalter Jürgen Luchterhand wäre ein Spielareal für Hunde nichts. „Plätze mit vielen Hunden vermeide ich, da unser Tier oft von Größeren angegriffen wird.“
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