Auf Hasenjagd

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Start zum Saluki-Vorlauf: Iranpars Candara (rotes Leibchen), Iranpars Atefeh (blau) und Iranpars ahavand (schwarz) – alle sind gut aus der Box gekommen Foto: msa

Wenn Renntag ist beim Hoisdorfer Windhundrennclub

Von Michael Sakrzewski
Hoisdorf Einmal pro Jahr putzt sich der bereits 1958 gegründete Hoisdorfer Windhundrennclub e.V. heraus und veranstaltet das nationale Rennen um den Preis von Schleswig-Holstein. „Wir sind ein kleiner Verein mit etwa 30 Mitgliedern. Unser wichtiges Ziel ist das Wohl unserer Hunde, da diese das Laufen lieben“, schwärmt Kerstin Kalbe, erste Vorsitzende des in Südstormarn beheimateten Vereins. Am Renntag kommen Hundebesitzer aus fast allen Bundesländern nach Hoisdorf, um mit ihren „Lieblingen“ mitzufiebern, wenn diese um die Wette rennen.
Orientalischer Zauber
Nicht selten erreicht ein Windhund eine Geschwindigkeit von 60 Kilometern pro Stunde. Vor dem Start erscheint es, als wollen die Hunde nicht so gern in die Startbox – aber der Eindruck täuscht – jetzt wissen die Tiere genau, dass es gleich los geht. Hund und Herrchen sind hochkonzentriert. Wenn der „elektrische“ Hase vom Starter „in Fahrt“ gebracht wurde, öffnen sich die Boxen. Die Hunde machen das, was ihre absolute Leidenschaft ist – rennen. So zum Beispiel auch die Salukis, eine persische Windhundrasse, die sich durch einen muskulösen und schlanken Körperbau auszeichnet. Kerstin Kalbes ganzer Stolz hört auf den klangvollen Namen „Achthamar I’Djamil“. Das Tier ist ebenfalls ein Saluki und erreichte im Solo-Rennen über die Strecke von 480 Meter einen ausgezeichneten dritten Platz. In einem der Vorläufe waren „Iranpars Candara“, Iranpars Atefeh“ und „Iranpars Bahavand“ zu bewundern – die Hundenamen verbreiten einen orientalischen Zauber. Im 350 Meter Lauf der Whippet Senioren siegte „Sergeant Pepper vom roten Meer“ in 24,09 Sekunden vor „Efflorescos‘s Helvetio“ (24,48) der Zweiter wurde. Den dritten Platz belegte „Culann‘s Indian Summer“ (24,62) vor „Sylvianne‘s Carus“ in 26,93 Sekunden, der bei diesem Rennen seinen Abschiedslauf absolvierte. Der Windhund erreicht in Kürze das achte Lebensjahr und darf danach nicht mehr dem „Hasen“ hinterherlaufen. Dieser ist in Wirklichkeit ein präpariertes „Bündel Fell“, dass von einer umgebauten Kettensäge gezogen wird – aber das scheint die grazilen Rennhunde nicht zu stören.
Weitere Veranstaltungen
Rennleiterin Anja Lüssen und Vorsitzende Kerstin Kalbe
waren mit der Veranstaltung zufrieden. Im Verein findet regelmäßiges Bahntraining statt, zu dem sind alle Rassen willkommen. Am 25. Oktober wird die nächste Veranstaltung abgehalten. Bei dieser steht der Coursingsport, eine Jagdsimulation, bei der Windhunde ihren Hetztrieb gefahrlos und legal ausleben können, im Vordergrund.
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