Bahnverkehr

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Gewohntes Bild am Bahnübergang Zuschlag: Lange Schlangen bilden sich an den Schranken in Reinfelds Innenstadt.Foto: rh

Reinfelder fürchten Lärmbelastung

Reinfeld. „Die Schließzeiten an den Schranken werden für Reinfeld eine große Belastung sein“, sagte Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn bei einem Gespräch mit Bürgermeister Gerhard Horn und Bürgervorsteher Hans-Peter Lippardt im Rathaus.
Sie sagte den Reinfeldern Unterstützung beim Lärmschutz zu, falls das dänische Folketing tatsächlich 2015 die Fehrmarnbeltquerung beschließen sollte. Das sei zwar noch lange hin, doch kleine Orte wie Reinfeld müssten sich rechtzeitig um ihre Belange kümmern und durchaus selbstbewusst ihre Meinung äußern. Denn dass Reinfeld ganz besonders von der Beltquerung betroffen ist, stehe außer Frage. Nach ersten Schätzungen werden 78 Güterzüge von je 835 Metern Länge sowie mindestens jede halbe Stunde ein Personenzug werden durch die Karpfenstadt rollen und somit die beiden Bahnübergänge am Zuschlag und am Kalkgraben nahezu dauerhaft blockieren. Wie hoch die Lärmbelastung sein wird, steht noch nicht fest. Doch dass Reinfeld dringend Lärmschutzmaßnahmen umsetzen muss, ist angesichts des Güterverkehraufkommens klar. Denn die Stadt liegt an einer der drei großen Güterschwerpunkttrassen, der Strecke Palermo-Malmö.
Der Bürgervorsteher forderte eine stärkere Beteiligung Reinfelds an den Planungen. Ein Verkehrsgutachten müsse erstellt, neben der Deutschen Bahn andere Partner mit ins Boot geholt werden. Neben dem Gutachten werden die Stadtverordneten so schnell wie möglich Reinfelds Ziele in Sachen Lärmschutz formulieren, mehr Druck auf die Landesregierung ausüben und auch mit der Deutschen Bahn in weitere Verhandlungen treten. Bürgermeister Horn betonte, dass Reinfeld aufpassen müsse, nicht hinten runter zu fallen. Bettina Hagedorn: „Reinfeld ist hier in einer besonderen Situation. (rh)
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