Bargteheide muss auf schnelles Internet warten

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In Bargteheide muss auf das schnelle Internet noch gewartet werdenSymbolfoto: thinkstock

Breitband-Ausbau gestaltet sich zäh – Nachverhandlungen nötig

Bargteheide Der Ausbau des Glasfasernetzes in Bargteheide gestaltet sich weiterhin zäh (wir berichteten). Trotz Fristverlängerung bis zum Stichtag 31. Oktober haben sich nur 30 Prozent aller 1500 Haushalte in dem ausgewählten Wohngebiet östlich der Bahn vom Musikerviertel, dem Struhbarg bis hin zum Tremsbüttler Weg und der Deviller Straße, für den Anschluss des Glasfasernetzes entschieden. 45 Prozent waren gefordert. „Es zeigt sich, dass die Solidarität in einer dörflichen Struktur eine andere ist als in der Stadt“, sagt Bargteheides Kämmerer Joachim Teschke, der zugleich Geschäftsführer der Stadtwerke GmbH ist. In einigen Straßenzügen sei die Quote problemlos erreicht, in anderen gar nicht. Viele Bürger seien mit der aktuellen Versorgungslage noch zufrieden, so Teschkes Vermutung. Verantwortlich für den Breitband-Ausbau ist die Stadtwerke Bargteheide GmbH zusammen mit der Vereinigte Stadtwerke Media GmbH. Die Kosten für das Projekt liegen bei 1,8 Millionen Euro. Wir schaffen ein Gigabit-fähiges Netz mit einer Infrastruktur, die für die nächsten 30 Jahre gerüstet ist, beschreibt Matthias Schubert, Leiter der VS Media das Projekt. Trotz Nichterreichen der geforderten Quote ist Joachim Teschke zuversichtlich, was die Realisierung des Projekts betrifft. In der nächsten Aufsichtsratssitzung am 10. November soll über ein Absenken der Quote verhandelt werden. „Allen Beteiligten ist die Fortführung des Breitbandausbaus in Bargteheide wichtig“, sagt Teschke. Der Partner VS Media habe Sicherheiten in die Kalkulation eingebaut, nimmt man diese heraus, reichen auch geringere Anmeldezahlen aus, erklärt der Kämmerer. Die Stadt darf eventuelle Verluste der Vereinigte Stadtwerke Media GmbH nicht ausgleichen. Der geplante Beginn des Netzausbaus für 2016 ist unter diesen Voraussetzungen nicht mehr haltbar. Frühster Start wäre nun 2017, je nach Witterung liege die Bauzeit bei einem dreiviertel Jahr. Der Ausbau ist in drei Bauabschnitte geteilt. Begonnen wird in den Straßenzügen mit der höchsten Anmeldequote. Nachmeldungen für den Breitband-Ausbau seien auch jetzt jederzeit noch möglich, erklärt Teschke. (cs)

Nähere Informationen dazu unter www.vereinigte-stadtwerke.de

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