Bargteheide startet sportlich in die Zukuft

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Claus Christian Claussen, Jens Flatau und Detlef Müller (v.l.) stemmen gemeinsam die Sportentwicklungsplanung für Bargteheide Foto: Schlie

Stadt erstellt Konzept für den Bedarf in den nächsten 20 Jahren

Von Christina Schlie
Bargteheide
Sport spielt in Bargteheide eine wichtige Rolle. Mit gut 3.500 Mitgliedern ist der TSV der zweitgrößte Sportverein im Kreis Stormarn. Doch wie sportlich ist Bargteheide? Welche Angebote fehlen, wie gut in Schuss sind die einzelnen Sportstätten der Stadt und wie gut erreichbar? Eine Sportentwicklungsplanung soll jetzt diesen und ähnlichen Fragen auf den Grund gehen. Wissenschaftliche Unterstützung für die Konzepterstellung erhält die Stadt Bargteheide vom Institut für Sportwissenschaften in Kiel. „Es geht darum, zukunftsorientiert zu denken und zu planen“, sagt Prof. Dr. Jens Flatau von der beauftragten Christian-Albrechts-Universität. Dabei sind auch Auslastung und Gebäudezustand wichtige Kriterien. Diese fundierte Analyse kostet die Stadt 23.000 Euro. Einen Zuschuss von 10.000 Euro gibt es vom Land Schleswig-Holstein.

Alle Aspekte des Sports


Berücksichtigt werden bei der Entwicklungsplanung sowohl der Freizeitsport als auch der Schulsport. „Im Zuge der Ganztagsschulen und der Nachmittagsangebote nimmt die Bedeutung des Schulsports immer weiter zu“, sagt Interims Bürgermeister Claus Christian Claussen. Mit fünf Turnhallen, drei davon mit jeweils drei Feldern, einem Freibad sowie einem Sportpark ist Bargteheide recht gut aufgestellt, sagt Verwaltungsmitarbeiter Detlef Müller. Jetzt gilt es herauszufinden, was sich die Bevölkerung an sportlichen Bewegungsfeldern wünscht. Dabei spielt auch der demografische Wandel eine wichtige Rolle. Die Prognose, die Flatau erstellt, soll für die nächsten 20 bis 30 Jahre Bestand haben. In der ersten Phase findet – quasi als Ausgangsbasis – eine Bürgerbefragung statt. 1.500 Haushalte bekommen Fragebögen zur Bedarfsanalyse. „Ein geringer Aufwand, aber eine sehr direkte Möglichkeit Einfluss zu nehmen“, sagt Claussen und bittet um aktive Teilnahme. In der zweiten Projektphase werden im kommenden Jahr Workshops mit Stadt, Sportverein und Schulen gebildet. In zirka einem Jahr soll das Ergebnis der Sportentwicklungsplanung vorliegen. „Wir erstellen eine Bedarfsliste, keine Wunschliste“, betont Flatau. Die spätere Realisierung liege ganz in der Zuständigkeit der Stadt und im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten. Der TSV Bargteheide hat gerade in dieser Woche sein erstes Studio eröffnet. Auf 200 Quadratmetern werden dort Trendsportarten wie Yoga, Pilates und Ballett unterrichtet. Auch Gesundheitskurse für ältere Menschen finden dort statt. „Die Nachfrage nach diesen Angeboten wuchs stetig“, sagt Ulrike Passow, Geschäftsführerin vom TSV. Eine Erweiterung in diese Richtung sei notwendig geworden. Der Sportverein teilt sich die Räume derzeit mit der Volkshochschule.

Nähere Informationen: Studio TSV Bargteheide
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