Bargteheides neue Bürgermeisterin vereidigt

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Bürgervorsteherin Cornelia Harmuth vereidigt Birte Kruse-Gobrecht (l.) offiziell Foto: Schlie

Birte Kruse-Gobrecht hat „Ja!“ gesagt. Die 47-Jährige will eine Balance zwischen Tradition und Innovation herstellen

Von Christina Schlie
Bargteheide
Der große Saal im Stadthaus war überfüllt. Selbst im Treppenaufgang standen die Besucher dicht an dicht, um die Vereidigung von Bargteheides neuer Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht miterleben zu können. Zuvor bedankte sich Claus Christian Claussen (CDU) bei der „Verwaltungs-Truppe“ für das Vertrauen, das ihm in den vergangenen Monaten entgegengebracht wurde. Claussen hatte das Amt des Bürgermeisters ehrenamtlich inne, nachdem Henning Görtz im April zum Landrat des Kreises Stormarn ernannt wurde. „Hier ziehen trotz engem Personalschlüssel alle an einem Strang, engagiert und kompetent“, sagte Claussen. Viele Verwaltungsangestellte waren gekommen, um den ersten Auftritt ihrer neuen Chefin zu sehen. Reichlich Beifall und Blumen gab es dann auch, nachdem Birte Kruse-Gobrecht bei der offiziellen Vereidigung durch Bürgervorsteherin Cornelia Harmuth „Ja!“ gesagt hatte. „Dies ist ein besonderer Moment und ich freue mich sehr“, sagte Kruse-Gobrecht, stolz darauf, die erste weibliche Bürgermeisterin der Stadt zu sein. Das eindeutige Wahlergebnis (63,4 Prozent) sei ein Ausdruck des Vertrauens der Wähler. Ihr Ziel sei es nun, im Dialog mit den Bürgern, der Politik und der Verwaltung aktiv die Geschicke der Stadt zu gestalten. „Zuhören, aufnehmen und gemeinsam Lösungen finden ist die Strategie“, sagt die 47-Jährige. Es gelte, die Balance zwischen Tradition und Innovation herzustellen. „Transparenz auf Augenhöhe“ war schon im Wahlkampf das Motto der neuen Bürgermeisterin.Seitens der Fraktionen wurde einvernehmlich der Wunsch nach einer guten Zusammenarbeit geäußert. „Wir hoffen auf eine klare, deutliche Stimme für Bargteheide“, sagt Gorch-Hannis La Baume von der FDP. Auch die Grünen sagten Unterstützung zu, Thomas Fischer wünschte sich „eine transparente Amtszeit“. Jürgen Weingärtner (SPD) übergab einen Korb roter Früchte und hofft, in den sechs Jahren Amtszeit von Birte Kruse-Gobrecht ebensolche zu ernten. Auch die CDU gratulierte, Mathias Steinbuck übergab Blumen. Der Gegenkandidat der CDU, Sven Noetzel, konnte sich bei der Wahl im Juni nicht gegen Birte Kruse-Gobrecht durchsetzen. Birte Kruse-Gobrecht freute sich über die nette Aufnahme seitens der Fraktionen und bat um „Welpenschutz“ in den ersten 100 Tagen und damit um die Chance, anzukommen und Abläufe kennenzulernen. Unterstützung sicherte ihr auch Vorgänger, Henning Görtz zu: „Natürlich helfe ich, werde mich aber nicht aufdrängen.“ Ihren ersten Arbeitstag im Rathaus hat Birte Kruse-Gobrecht am morgigen Donnerstag, den 15. September.
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