Bau am Pionierweg

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Eckehard Knoll (v.l.), Walter Furken und Jürgen Krusch schauen sich die Baupläne an Foto: fnf

Anwohner fordern mehr Mitsprache

Ahrensburg Etwa 7.000 Euro pro Haushalt kommen auf die Hauseigentümer des Pionierweges zu, damit ihre Straße saniert werden kann. Das erfuhren die Anwohner auf einer Infoveranstaltung, zu der die Stadt vergangene Woche eingeladen hatte. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 780.000 Euro. 250.000 zahlt die Stadt. Von den restlichen 530.000 Euro müssen die Grundstücksbesitzer 75 Prozent, also 400.000 Euro, tragen. Das ist im Kommunalabgabengesetz geregelt. Über die Höhe ihres Anteils sind die Betroffenen entsetzt. „Das hier ist kein Villenviertel“, sagt Eckehard Knoll, der die Anliegen der Anwohner vertritt und als bürgerliches Mitglied der CDU und ehemaliger Baudirektor beratend zur Seite steht. „Für die meisten ist das viel Geld.“

Viele Maßnahmen sind unnötig und teuer


Dass die Straße dringend erneuert werden muss, sehen auch die meisten Anwohner so. Doch sie verlangen von der Verwaltung mehr Mitbestimmung beim Umfang der Erneuerungsmaßnahmen. So sind für Zierbäume, Granit-Bordsteine oder Parkbuchten überflüssig.
Die derzeitige Planung sieht vor, die Fahrbahn von aktuell 4,10 Meter auf 4,75 Meter zu verbreitern und den Verkehr wechselseitig mit Grünstreifen und Parkbuchten zu beruhigen. Auch vor dem Kindergarten sollen die Parkplätze von fünf auf zehn erweitert werden. Eckehard Knoll: „Zur Mittagszeit, wenn die Eltern ihre Kinder abholen, ist die ganze Straße zugestellt.“

„Die Straße ist eigentlich eher ein Provisorium.“ Eckehard Knoll

Was sich daher viele Anwohner wünschen, ist, den nördlichen Pionierweg in eine Spielstraße umzuwandeln. Das würde einen Gehweg unnötig machen.
Ab dem Jonny-Loesch-Weg muss die Straße zudem dringend ausgebaut werden.
„Die Straße ist eigentlich eher ein Provisorium“, so Eckehard Knoll. Er zeigt auf die Buckelpiste, deren Belag einem Flickenteppich ähnelt. „Da nützt es natürlich nichts, einfach eine neue Asphaltschicht aufzutragen. Die muss neu gemacht werden.“ Im südlichen Pionierweg ist die Fahrbahn nur an wenigen Stellen ausgebessert, auf beiden Seiten befinden sich Gehwege und Parkplätze. „Aber das haben wir vor Jahrzehnten auch selbst bezahlt“, sagt Anwohner Walter Furken.
Auf der nächsten Bauausschusssitzung beraten die Mitglieder über die weiteren Schritte im Pionierweg. (fnf)
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