Bauprojekt Erlenhof zugestimmt

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Die Politiker Thomas Bellizzi (FDP) (links) und Jörg Hansen (Grüne) (rechts) kritisieren die geplante Bebauung des Erlenhof-Geländes

Mit der Fertigstellung kann die Schlossstadt 800 Neubürger bekommen

Ahrensburg. Es geht voran bei dem Großprojekt Erlenhof. Vergangene Woche wurde in der Stadtverordnetenversammlung den städtebaulichen Verträgen zum Neubaugebiet Erlenhof zugestimmt. CDU und SPD votierten mit 19 Stimmen für das Projekt, die Parteien FDP, WAB und die Grünen mit zwölf Stimmen dagegen. Constanze Göttsche, die zuständige Projektleiterin des Investors LEG, zeigte sich erleichtert über den Ausgang der Sitzung: „Die Verhandlungen zu dem Projekt Erlenhof laufen seit zwanzig Jahren, wir freuen uns, dass wir jetzt auf der Zielgeraden sind.“
Die Anzahl der Wohneinheiten wurde auf 360 festgesetzt, was circa 800 Neubürger für die Schlossstadt bedeuten würde. Es sollen jeweils ein Drittel Einzelhäuser, ein Drittel Doppel- oder Reihenhäuser und ein Drittel Geschosswohnungen entstehen.

Kaum Sozialwohnungen

Thomas Bellizzi von der FDP kritisiert die Begrenzung der Anzahl der Wohneinheiten. „Nur sechs Prozent der Wohneinheiten werden sozial gefördert, bezahlbaren Wohnraum schaffen wir damit nicht. Das Projekt ist eine Verschwendung von Flächen“, erklärt Thomas Bellizzi. Ursprünglich seien 700 Wohneinheiten geplant gewesen, doppelt so viele, wie jetzt beschlossen wurden. Dadurch, dass jetzt eine geringere Anzahl von Wohneinheiten geplant sei, würden die Grundstücke und auch die Geschosswohnungen größer und somit teurer.
Auch Jörg Hansen von den Grünen sieht geplante Bebauung des Erlenhof-Gebiets kritisch: „Ich hätte mir ganz sicher eine dichtere Bebauung gewünscht. Der jetzige Flächenverbrauch ist einfach unverhältnismäßig und mit keinem anderen Gebiet in Ahrensburg vergleichbar. Es entsteht ein parkähnliches Quartier für Wohlhabende.

Erschließung im Frühjahr

Ob sich Studenten oder finanzschwache Senioren oder Familien das Wohnen im Erlenhof leisten können, wage ich zu bezweifeln.“ Als nächstes wird der Erschließungsvertrag von der Stadt mit den Investoren ausgehandelt, der unter anderem die Infrastruktur in dem Neubaugebiet regeln soll. „Wir hoffen im Frühjahr mit der Erschließung zu beginnen“, sagt Constanze Göttsche von der LEG. Die Kosten für die Erschließung werden zu hundert Prozent von den Investoren getragen.
„Im Moment ist für uns nicht ersichtlich, dass es da Probleme geben wird“, so Andreas Zimmermann von der Stadtverwaltung. Bereits im Juni könnte der erste Spatenstich erfolgen. (hs)
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