Bewerbung auf den letzten Drücker

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Ammersbeker haben am 25. Mai die Wahl zwischen Horst Ansén oder Lars Theinert Foto: fnf

Lars Theinert tritt bei Bürgermeisterwahl Ammersbek gegen Horst Ansén an

Ammersbek. Lars Theinert wird bei der Bürgermeisterwahl am
25. Mai gegen Horst Ansén antreten. Die Kandidatur des 45-jährigen Angestellten war eine Überraschung. Zweieinhalb Stunden vor Ablauf der Bewerbungsfrist reichte er seine Wahlunterlagen ein.
„Es gibt gewisse Strömungen in Ammersbek, die eine Einzelkandidatur Horst Anséns wohl lieber gesehen hätten“, sagt der Lottbeker. „Sehr hartnäckig wurde versucht, mich dazu zu bewegen, meine Kandidatur zurück zu ziehen“, so der gelernte Karosseriebauer und Vater dreier Kinder.
Nachdem Horst Ansén den unter Eltern beliebten Leiter der Kita Bünningstedt entließ, büßte der amtierende Ammersbeker Bürgermeister viele Sympathien ein. Vor allen anderen machte die CDU mobil gegen den parteilosen Kandidaten, startete einen „Nein“-Wahlkampf. Eine Alternative konnte jedoch weder sie noch die anderen Parteien bieten. Bei einer Wahlentscheidung gegen Ansén hätte die Gemeindevertretung eigene Kandidaten aufstellen und wählen können. Von den Anfeindungen ließ sich Theinert nicht beeindrucken. „Ich finde das nicht in Ordnung. So beraubt man die Bürger ihres Wahlrechtes.“
Allein die unabhängige Wählergemeinschaft Ammersbek (UWA) distanzierte sich klar von der Stimmungsmache gegen den derzeitigen Amtsinhaber. Der zeigte sich von der unvorhergesehenen Wende angetan: „Ich freue mich, dass jetzt die Kandidatenfrage geklärt ist.“
An seiner erneuten Kandidatur für den Verwaltungsvorsitz in Ammersbek hat Ansén nie gezweifelt. Vieles wurde in den vergangenen Jahren angeschoben, sei es der (barrierefreie) Wohnungsbau oder die Innenstadtverdichtung. Ebenfalls auf der Agenda Anséns steht die Verbesserung der Nahversorgung und eine stärkere Zusammenarbeit mit den Vereinen und Verbänden. Lars Teinert, von 2007 bis 2009 bürgerliches Mitglied des Umweltausschusses, will als Bürgermeister den überparteilichen Frieden unter den Gemeindevertretern herstellen. „Politische Streitereien lenken vom Wesentlichen ab. Dringenden Handlungsbedarf sieht der Kandidat auch in der Verkehrssituation. (fnf)
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