Botschafter in Asien

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Lehrerin Christiane Hemming mit ihrem Schüler Julien Evertz. Beide reisen gemeinsam zum „Global Economic Symposium“ nach Malaysia. Der 20-Jährige wird dort einen Vortrag in Englisch halten Foto: cs

Bargteheider Schüler spricht auf Wirtschaftssymposium

Von Christina Schlie
Bargteheide. 9.800 Kilometer und mehr als 16 Stunden Flugzeit liegen zwischen Hamburg und Kuala Lumpur, der Hauptstadt von Malaysia. Dorthin reisen der Abiturient Julien Evertz und seine ehemalige Lehrerin Christiane Hemming in knapp zwei Wochen. Sie werden dort am „Global Economic Symposium“ teilnehmen.

Vorträge von anerkannten Experten

Beide wollen dort den Vorträgen von weltweit anerkannten Experten aus Politik, Wirtschaft und Finanzen lauschen. Es geht um Fragen wie Umweltzerstörung, Ausbeutung der natürlichen Ressourcen oder die Vermögensverteilung.
„Das ist eine unglaubliche Chance“, sagt Julien. Und auch seine Lehrerin Christiane Hemming, die an der Anne-Frank-Schule Wirtschaft und Politik unterrichtet, ist stolz: „Mitzuerleben, wie ein Schüler den Weg geht, den man ihm an der Schule, der AFS, geebnet hat, ist großartig.“
Ermöglicht wird die Reise durch Unterstützung des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel. Die Schüler des Profil-Kurses „Wirtschaftspolitik“ des 13. Jahrgangs an der AFS erarbeiteten in Zusammenarbeit mit Rolf Langhammer vom IfW einen Vortrag. Thema: „Der Euro vor dem Hintergrund zunehmender Globalisierung“ und präsentierten diesen bei einem Symposium in Kiel. Die Anne-Frank-Schüler hinterließen mit ihrem Vortrag so großen Eindruck, dass man sie kurzum einlud, ihre Gedanken vor internationalen Experten zur Diskussion zu stellen.
„Für die Schüler war die Vorbereitung des Vortrags, zusätzlich zum Abitur, ein immenser Mehraufwand“, erzählt Christiane Hemming. „Aber alle Kursteilnehmer waren begeistert bei der Arbeit.“

Auf dem Symposium sprechen alle englisch

Da auf internationalen Symposien Vorträge auf Englisch gehalten werden, half auch der Englischlehrer Joachim Stolzenberg bei der Vorbereitung. Julien, der bereits ein Jahr in den USA als Austauschschüler gelebt hat, wurde ausgewählt, für die Präsentation nach Kuala-Lumpur zu reisen. Dass er nach Malaysia darf, sieht er aber als Leistung seines gesamten Abiturkurses an. „Es macht mich total stolz“, sagt der junge Mann. Nach dem Symposium in Malaysia wird der 20-Jährige einen Bericht über seine dortigen Erlebnisse verfassen und dem IfW vorstellen.

Nächstes Ziel in Sicht

Christiane Hemming freut sich, dass ihre Schüler den Blick über den Tellerrand gewagt haben. „Selbstbewusst haben sie sich mit ihrem Wissen in Kiel präsentiert und wurden von den Experten auf Augenhöhe empfangen“, sagte sie. Dass sie mit nach Malaysia reisen darf, findet sie gut. „Es ist großartig zu wissen, dass die Schulleitung auch solche Unternehmungen unterstützt.“
Julien Evertz hat noch weitere große Ziele, die er mit dem Abitur in seiner Tasche absolvieren will. Sobald er aus Asien zurück ist, wird sich der Bargteheider für ein Auswahlverfahren bei der Lufthansa vorbereiten. Er möchte Pilot werden.
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