Bürgerinitiative Hoisdorf kämpft für naturnahen Wald

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Versuch des Ausgleichs unter Bäumen Foto: aw

Jagdpächter unterstützt Forderungen. Weitere Mitstreiter gesucht

Hoisdorf Die Mitglieder und Unterstützer der Hoisdorf /Lütjenseer Bürgerinitiative für naturnahen Wald sind sauer. Die Landesforstabteilung komme nicht allen Verpflichtungen nach, vor allem nicht denen der FSC- Zertifizierung. Mit zwei Landesforst-Vertretern aus Neumünster wurde nun bei einem Vor-Ort-Termin versucht, die Wogen zu glätten. Die Initiative bemängelt die umfangreichen Holzfällarbeiten und die daraus resultierenden „Flurschäden durch schwere Erntefahrzeuge“. Bäume würden beschädigt oder umgefahren, einfach weil sie im Weg stünden, Kronenholz bleibe liegen und teilweise entstünden große Halden mit Baumstämmen, „die manchmal nie abgeholt werden und verrotten.“ Die Landesforst-Vertreter entgegnet, dass man die Rückegassen anlege, um Schäden gering zu halten, tiefe Spurrillen seien teilweise nicht als Schäden anzusehen. Abgebrochene Bäume würden absichtlich stehen gelassen, „weil sie die Heimat neuer Tiere werden“. Das mal bei den Arbeiten etwas kaputt gehe, sei bei der schweren Waldarbeit nicht immer zu vermeiden. Natürlich hätten alle Forst- und Lohnunternehmen ihre Auflagen bekommen, „und wenn die sich nicht daran halten, werden sie forstintern schlecht beurteilt und bekommen möglicherweise keine Anschluss-Aufträge“, sagte ein Landesforst-Vertreter. Unterstützung erhielt die Bürgerinitiative vom Jagdpächter. Dieser war sehr erbost, dass durch den Lärm, den die Forstarbeiter seit rund eineinhalb Jahren in seinem Revier machen, beinahe sämtliches Wild verdrängt hätten. (aw)

Maria Lefèvre von der Initiative würde sich über weitere Mitstreiter und Interessierte freuen. Diese können sich mit ihr unter Telefon 0163/4312698 in Verbindung setzen
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