Das Büttenwarder-Museum kommt

Anzeige
Gerhard Lerch vor dem schon gut gefüllten Vereins-Ordner Foto: Frauke Pöhlsen

Verein sucht spendenfreudige Büttenwarder-Fans und Mitglieder. Bis 60.000 Euro für Bau nötig

Grönwohld Das Gasthaus „Unter den Linden“ in Grönwohld hat erst am Abend geöffnet. Ein Ehepaar aus Berlin rüttelt mittags vergeblich an der Eingangstür. Gerhard Lerch klärt die beiden auf und nutzt die Gelegenheit, den Büttenwarder-Fans etwas über den gerade gegründeten „Verein zur Pflege und Bewahrung Büttenwarder Brauchtums Grönwohld“ zu erzählen. Lerch ist Initiator und erster Vorsitztender. Er will mit dem Verein alles Interessante und Wissenswerte in einem Museum für die vielen Fans der Kultserie zugänglich machen. Der Grönwohlder ist selbst großer Fan und bei vielen Dreharbeiten dabei, wenn Brakelmann (Jan Fedder) und Adsche (Peter Heinrich Brix) bei Lütt und Lütt versuchen, Lösungen für große und kleine Probleme zu finden. Das Museum soll gleichzeitig Kulturzentrum werden, in dem später einmal Konzerte, Theater und andere Vorführungen stattfinden. Für die Gründung des Vereins war die Zustimmung des NDR nötig, der dem Verein Requisiten der Serie und mehr für das Museum leihweise zur Verfügung stellen wird. Von Vorteil war, dass Lerch den Regisseur und Autoren des Buches „Büttebwarder – Leute, Landschaft, Lütt& Lütt“, Ulfert Becker, für seine Idee gewinnen konnte. Gemeinsam mit ihm kreierte er das Museums-Konzept, das nun mit dem Lizenzvertrag desNDR gekrönt wurde. Die ersten Mitglieder kommen aus Grönwohld, aber auch aus Hamburg, Ahrensburg und sogar Kiel. Der Mitgliedsbeitrag wird erst noch beschlossen. Der erste Vorsitzende stellt sich einen Monatsbeitrag von 2,50 Euro vor. „Für den Bau des Museums werden Spendengelder nötig sein“, sagt Lerch. „40.000 bis 60.000 Euro werden für den Bau benötigt, denn das Museum muss in die Scheune auf dem Hofgelände des Gasthauses gebaut werden.“ Das Berliner Ehepaar staunt, denn die Scheune sieht schon etwas „mitgenommen“ aus. Lerch lacht und fügt hinzu: „Die Scheune darf nicht verändert werden, denn der NDR dreht die Serie ja weiter auf dem Gelände.“ Doch bevor an den Bau zu denken ist, steht noch einiges auf der Liste. Aktuell der Eintrag im Vereinsregister und die Anerkennung des Vereins auf Gemeinnützigkeit. Mit Ruthild und Enno Oetjen, den Besitzern der Gaststätte „Unter den Linden“, muss sich der Verein über die Pacht einigen. Gerhard Lerch hofft, dass nach den Dreharbeiten der nächsten vier Büttenwarder-Folgen alles „in trockenen Tüchern“ ist. Das wird Ende April der Fall sein. Bis dahin versucht der 76-Jährige weitere Spendenwillige zu finden. Der Vereinsgründer hofft, dass auch viele Grönwohlder Mitglied werden. Denn Gerhard Lerch hat viele Ideen für Projekte rund um das Museum. Dazu gehören eine Büttenwarder-Musikkapelle, die Entstehung eines Dorfes Büttenwarder und ein Bauernmarkt. Das Ehepaar aus Berlin staunt und verspricht, im nächsten Jahr wieder zu kommen. Gerhard Lerch winkt ihnen nach, als sie vom Hof fahren. Das Museum schließt eine Lücke, davon ist der engagierte Vereinsgründer überzeugt. (fp)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige