Das Leben bedürftiger Kinder verbessern

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Lina Bern zeigt auf der Karte, wo sich die Stiftung Steps for Children in Namibia für bedürftige Kinder einsetzt Foto: Frauke Pöhlsen

Großenseerin engagiert sich in der Stiftung Steps for Children für Menschen in Namibia

Großensee. Mit leuchtenden Augen erzählt Lina Bern von ihrer Arbeit in der Stiftung Steps for Children, die bedürftige Kinder und Jugendliche in Namibia unterstützt. „Die Vision der Stiftung ist die dauerhafte Selbstversorgung der Kinder ohne fremde Mittel“, sagt die 25-Jährige, die sich seit September 2012 ehrenamtlich bei Steps for Children engagiert.
Die junge Frau weiß um die Probleme des afrikanischen Landes. Auf Eigeninitiative hat Lina Bern nach dem Abitur in einem Waisenhaus in Winthoek/Namibia gearbeitet. Dort lernte ihren Ehemann Ankama Hango kennen. Namibia und die Arbeit im Waisenhaus haben die Frau stark beeindruckt. Sie wollte sich aktiv in der Entwicklungshilfe engagieren. Im Internet fand sie den Weg zu Steps for Children. Schnell stellte sich im Vorstellungsgespräch heraus, das sich ein geplantes Praktikum neben Studium und ihrem Neben-Job nicht durchsetzen ließ. Doch ihre Kenntnisse und die Erfahrungen, die die Großenseerin in Namibia sammeln konnte, beeindruckten Dr. Michael Hoppe, den Stiftungsgründer und –vorsitzenden von Steps for Children.
Seit vergangenem Jahr arbeitet die 25-Jährige nun als Allroundkraft mit flexibler Zeiteinteilung ehrenamtlich im Stiftungsbüro in Hamburg. Unter anderem zählt die Pflege der Internetseite u ihrem Aufgabengebiet. Sie konnte bereits viele Eindrücke sammeln. „Jetzt weiß ich erst, wie viel Arbeit jedes Einzelnen in den Aktionen und Projekten steckt“, erzählt die engagierte Frau. „Umso größer ist die Freude, wenn ein Projekt dank Aller zum Erfolg wurde.“

Sozialgefährdete Kinder

Aids-Waisen und andere sozial gefährdete Kinder und Jugendliche stehen im Mittelpunkt der Aktivitäten von Steps for Children. Die Organisation entwickelt Maßnahmen, welche die Erziehung sowie die ganzheitliche Entwicklung der Persönlichkeit der Kinder und Jugendlichen nachhaltig unterstützen. Das kann eine Vorschule, Kindergarten oder Suppenküche sein oder eine Hilfe zur Selbsthilfe, durch einen Hühnerstall, eine Olivenplantage oder eine Tischlerwerkstatt sein. Ses gibt Projekte in Okakarara, Gokabis, Otavi und Rehoboth. Okakarara ist ein Ort, der von einer hohen Arbeitslosenrate von über 65 Prozent geprägt ist. In Gobabis liegt die Arbeitslosigkeit gar bei 85 Prozent. Es gibt kein fließend Wasser oder Strom.

Reise nach Namibia

Anfang des Jahres reiste Lisa Bern mit ihrem Mann nach Namibia. Dort besuchte sie eine in Kooperation mit Step for Children geründete Vorschule und Suppenküche für etwa 300 Kindern in Gokabis. „Der Fortschritt ist deutlich zu sehen“, freut sich Lina Bern. „Schritt für Schritt geht es voran, es lässt sich eben nicht alles auf einmal machen.“ Neben Spenden könne man auch als Tourist Steps for Children unterstützen und in den Gästehäusern in Okakarara oder Gobabis übernachten. (fp)
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