Defibriliator angeschafft

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Die Rettungsassistenten Markus Werner (l.) und Dirk Krell präsentieren stolz den neuen Defibrillator. Als Feuerwehrmänner sind sie oft als Ersthelfer am Einsatzort. Foto: cs

Freiwillige Feuerwehr hat ihre Ausstattung aufgestockt

Bargteheide. 132 Einsätze verzeichnet die Freiwillige Feuerwehr Bargteheide für das Jahr 2012. „Damit ist die Anzahl der Einsätze in der Tendenz gleichbleibend wie in den Jahren zuvor“, bestätigt Wehrführer Wolfgang Schramm. Die Aufgaben reichen vom Bergen eines sich im Schlamm festgefahrenen Lkws wie in der vergangenen Woche bis hin zum spektakulären Großeinsatz, der Übung der Massenkarambolage im Herbst vergangenen Jahres. „Gerade aus einer solchen Großübung zieht man wichtige Erfahrungswerte, die im Notfall entscheidend sind“, so Pressesprecher Frank Westerwald. Mit über 200 beteiligten Einsatzkräften, 40 Verletzten und 80 ineinander verkeilten Fahrzeugen war dieser Massenunfall logistisch, aber auch kräftemäßig eine Herausforderung, die zur Zufriedenheit aller Beteiligten bestanden wurde. 2012 war für die Freiwillige Feuerwehr ein erfolgreiches Jahr. Neben wichtigen Erfahrungswerten konnte auch das Equipment erweitert werden.
„Wir haben jetzt ein schnelles Einsatzzelt zur Personenbetreuung“, so Westerwald. Gerade bei Brandeinsätzen, wie sie schon im Traberstieg vorgekommen seien, sei es wichtig, eine große Zahl von Personen beherbergen zu können, so der Feuerwehrmann. „Die Menschen werden nachts in Schlafanzügen aus ihren Wohnungen geholt, da bietet ein beheizbares Zelt Schutz sowie die Möglichkeit, Personen zu sammeln.“ In nur 5,6 Sekunden ist das 30 Quadratmeter großes Einsatzzelt, in dem 25 Personen Platz finden, schnell aufgestellt. Mit herausnehmbarem Boden ließe sich das Zelt beispielsweise auch über einem Autowrack aufbauen. Die Verletzten wären so vor Kälte geschützt und die Feuerwehr könne trotzdem unbehelligt weiterarbeiten. Zweite Erneuerung ist ein Sprungkissen, was das nostalgische Sprungtuch ablöst. Zu dessen Aufbau waren noch 16 Mann notwenig, jetzt schaffen das zwei. Aus Atemluftflaschen ist das Kissen in Sekunden aufgeblasen und einsatzbereit. „Aus bis zu
16 Metern Höhe kann auf dieses Kissen gesprungen werden“, erklärt Westerwald.
Seit einigen Monaten gehört auch ein automatisierter externer Defibrillator zur Ausstattung der Bargteheider Feuerwehr. Das medizinische Gerät wird bei Kammerflimmern, Herzversagen eingesetzt. „Das Gerät kommuniziert mit seinem Bediener, so können auch Laien damit Menschenleben retten“, erklärt Feuerwehrmann und Rettungsassistent Markus Werner. Auch wenn der Defi seit seiner Anschaffung noch nicht zum Einsatz kam, sei es doch ein beruhigender Luxus, ein solches Gerät an Bord zu wissen, so Werner. „Oft ist die Feuerwehr noch vor dem Rettungswagen vor Ort, da zählt jede Sekunde“, ergänzt Kollege Dirk Krell. Auch ein Rettungsdienstrucksack mit Sauerstoff und Zugangsbesteck für Infusionen führen die Rettungsassistenten in ihrem Feuerwehreinsatz mit sich.
„Das große Engagement jedes Einzelnen trägt zum hohen Standart unserer Feuerwehr bei“, lobt Westerwald das Team, das aus 85 Aktiven besteht. „Schon im Vorwege zu wissen, wie man effizient helfen kann, ist entscheidend.“ (cs)
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