Der Kampf eines Herrchens

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„Das Tierheim hat Sammy vermittelt!“ Foto: Fischer

Ex-Frau gab Hund weg: Maik Wiedow will ihn zurück

Hamburg/Großhansdorf „Jetzt ist es immer still, wenn ich nach Hause komme“, sagt Maik Wiedow (38). Bis vor ein paar Monaten hatte der Hamburger noch einen süßen Malteser-Pudelmix. Doch sein Sammy ist weg. Das Tierheim Großhansdorf vermittelte den Hund an neue Besitzer. Dabei sollte der Hund doch nur für ein paar Tage in die Tierpension!“
Es ist ein Alptraum für jeden Tierhalter, der seinen Vierbeiner liebt. Seine Exfrau gab den Hund im Tierheim ab, unterschreibt dort ein Dokument, das die Eigentumsrechte an das Tierheim überträgt. Die Einrichtung in Großhansdorf bietet neben der dauerhaften Aufnahme und anschließenden Vermittlung auch eine Tierpension an. Sammy sollte dort für ein paar Tage betreut werden. „Ich habe Bekannte besucht, die Katzen haben. Deswegen konnte ich ihn nicht mitnehmen“, erklärt Maik Wiedow. „Als ich das gehört habe, was passiert ist, war ich vollkommen geschockt und bin sofort zurück gekommen.“ Doch es ist zu spät. Nur ein paar Tage später ist Sammy vermittelt, kommt sofort zu den Interessenten. Dabei stand neben dem seiner Frau auch sein Name im Impfpass des Tieres. Für das Tierheim offenbar kein Anlass, nachzuhaken und die Hintergründe in Erfahrung zu bringen.
„Ich wurde vom Tierheim nicht einmal angerufen. Es ist doch selbstverständlich, dass beide Besitzer gefragt werden müssen“, sagt Maik Wiedow. Außerdem sei seine Exfrau gar nicht geschäftsfähig und hätte das nicht entscheiden können.
Neben Sammy wurde auch dessen Bruder Balu abgegeben und vermittelt. Monika Ehlers vom Tierheim Großhansdorf: „Es kommt bei uns häufiger vor, dass Tiere, die zu ‚Scheidungsopfern‘ wurden, abgegeben werden. Seine Exfrau hatte ihre Situation geschildert, und die Tierpflegerinnen hatten keinen Anlass, daran zu zweifeln.“
Auch habe sich seine Frau bereits im Sommer darüber beklagt, sie müsse alleine für die Hunde sorgen. „Völliger Quatsch. Sammy lebte bei mir. Hin und wieder hat mal eine Hundesitterin aufgepasst“, sagt der Altenpfleger. Einen Gesprächstermin sagte das Tierheim kurzfristig ab – per Mail. Das Tierheim wirft ihm vor, unfreundlich aufgetreten zu sein.
Außerdem habe er gleich die Presse eingeschaltet. „Das stimmt auch nicht. Ich bin erst an die Öffentlichkeit gegangen, als es keinen anderen Weg mehr gab. Ich wollte wissen, wo sich Sammy jetzt befindet.“ Der Aufenthaltsort ist mittlerweile bekannt. Das bringt Sammys Herrchen aber auch nicht weiter. Die neuen Halter haben mittlerweile eine einstweilige Verfügung angestrengt. „So eine
Sturheit habe ich noch nie erlebt“, sagt Wiedow. Öffentlich wollten sich die neuen Halter nicht äußern. Maik Wiedow hat sich jetzt einen Anwalt genommen. Wer das Sorgerecht für Sammy bekommt, muss nun ein Richter entscheiden.

Unterdessen hat eine Bekannte eine Online-Petition gestartet:
Online-Petition
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