Der Mix wär’s

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Michael Sarach (v.l.) mit den Herausforderern Jörg Hansen und Christian Conring

Bürgermeister-Kandidaten im Forums-Interview

Ahrensburg Bleibt Michael
Sarach (SPD) Bürgermeister oder gibt es ab dem 27. September einen neuen „Ober-
Ahrensburger“? Jörg Hansen (Die Grünen) und Christian Conring (CDU) wollen dem amtierenden Verwaltungschef
den Posten abspenstig machen. Bei einem Bürgermeister-Duell fühlte Moderator Martin Hoefling den drei Kandidaten auf Einladung des Stadtforums auf den Zahn.

Der Job als Bürgermeister bringt Verantwortung mit sich. Vor etwa 30 Gästen standen die drei Bewerber im Restaurant Casa Rossa nun Rede und Antwort.
Die Fragen fasste Antje Karstens vom Stadtforum in Absprache mit ihren Vereinsmitgliedern zusammen. Die Kandidaten hatten eine begrenzte Zeit zu antworten.
Die Wahl zwischen den drei Kandidaten dürfte vielen Ahrensburgern schwer fallen. „Der beste Bürgermeister wäre wohl eine Mischung aus uns allen“, bemerkte Jörg Hansen.
Hansen ist Grüner, sitzt dem Bauausschuss vor, war zweimal Direktkandidat seiner Partei bei der Landeswahl, ist leitender Angestellter bei einer Krankenkasse. „Die Menschen kennen mich und wissen, dass ich nichts verspreche, was ich nicht halten kann.“
Sein Gegenkandidat aus den Reihen der CDU-Fraktion: Christian Conring, derzeit vorsitzender des Finanzausschusses, Jurist, seit 20 Jahren Berufserfahrung im Bereich Immobilien und Recht. „Es ist wichtig, jemanden an der Spitze zu haben, der nicht nur den Verwaltungsblick hat.“ Der dritte Kandidat: Michael Sarach,
seit 2010 Bürgermeister der Stadt, Diplom-Finanzwirt, 40 Jahre Verwaltungs-Erfahrung, Mitglied der SPD. „Ich kenne das Verwaltungs-Recht mit all seinen Farcetten, kenne den Umgang mit der Politik und bin verlässlich.“

Finanzen und Verkehr

Die Schwerpunktthemen: Stadtmarketing, Finanzlage, Fahrradverkehr, Nordtangente, wirtschaftliche Entwicklung der Stadt. In vielen Fragen herrschte
Einigkeit – etwa, dass Ahrensburg finanziell gut aufgestellt ist. Seit 2010 wurden keine neuen Schulden gemacht.

„Der beste Bürgermeister wäre wohl eine Mischung aus uns allen.“
Jörg Hansen


Die Stadt hat große Potenziale durch die Lage im Wirtschaftsraum Hamburg-Lübeck. Die – so waren sich alle Kandidaten einig – werden noch nicht vollends ausgeschöpft.
„Wir müssen mehr Wohnraum schaffen und brauchen neue Gewerbeflächen“, so Christian Conring. „Denn die Gewerbebetriebe bezahlen hier die Musik.“
Einig waren sich alle Kandidaten auch in der Frage, dass Ahrensburg an seinem Image arbeiten müsse. Dafür wird ein starkes Stadtmarketing benötigt, dass mit einem Budget im sechsstelligen Bereich ausgestattet wird. „Wir müssen die Vorzüge der Stadt herausstellen, brauchen eine Innenstadt zum Ruhen und Einkaufen und müssen auch die Menschen aus den Nachbargemeinden ansprechen“, sagte Kandidat Jörg Hansen.
Kontrovers diskutiert wurde die Nordtangente. „Die Nordtangente ist zwangsläufig erforderlich. Über die B75 fahren täglich rund 20.000 Autos am Schloss vorbei. Das ist kein Zustand“, so Michael Sarach, der in der Frage mit Conring auf einer Linie ist. Kandidat Hansen hat jahrelang gegen die Umgehung gekämpft: „Andere Lösungen wurden bislang außer Acht gelassen.“
Großes Thema ist auch nach wie vor der Radverkehr in Ahrensburg. Dass sich in dem Bereich viel tun muss, da waren sich alle Kandidaten einig. „Ein Fahrradparkhaus am Bahnhof ist dringend erforderlich“, so Conring und überraschte damit, sperrte sich seine Fraktion in Vergangenheit doch immer der Bereitstellung von Mitteln für den Radverkehr.
Jörg Hansen könnte sich für Teile der Innenstadt das sogenannte Shared-Space-Konzept vorstellen, in dem Radfahrer, Autofahrer und Fußgänger gleichberechtigt agieren. „Das kann man gemeinsam diskutieren.“
Am 27. September haben die Ahrensburger die Wahl zwischen drei Kandidaten. „Dass was hier auf dem Podium steht, hat Qualität“, sagt Michael Sarach. Er hofft aber auf eine weitere Amtszeit für sich. (fnf)
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