Der Weg war sein Ziel

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Der Jakobsweg zwischen Boadilla del Camino und Villalcázar de Sirga Foto: wb

Ahrensburger pilgerte auf dem Jakobsweg. Vortrag am 13. August

Ahrensburg Was ist mein persönliches Ziel? Wo möchte ich hin? Der Ahrensburger Jürgen Krüger beantwortete diese Fragen für sich, während er sich auf dem Jakobsweg befand. Nachträglich beschreibt er das Pilgern als eine Möglichkeit, zu sich selbst zu finden. „Dort habe ich Erfahrungen gemacht, die außergewöhnlich sind“, sagt der 73-Jährige.
Am Donnerstag, 13. August, präsentiert Jürgen Krüger Bilder seiner Reise und erzählt von seinen Erlebnissen. Los geht es um 15.30 Uhr im Park Hotel (Lübecker Straße 10a). Der Eintritt kostet 5 Euro, für Senioren-Union-Mitglieder ist er frei.
Der Jakobsweg erstreckt sich wie ein Netz von vielen Pilgerwegen über Europa. Im Jahr 1047 wurde der Weg erstmalig urkundlich erwähnt. Im vergangenen Jahr ging Krüger auf einen einsameren Pilgerweg, den „Camino Ignaciano“. Inspiration fand der Senior in vielen Büchern, die sich dem Pilgern auf dem Jakobsweg widmen, von Autoren wie Paulo Coelho oder Hape Kerkeling. Als selbstständiger Bauingenieur, Ehemann und Familienvater hatte Krüger einen ausgefüllten Alltag. Nun, im wohlverdienten Ruhestand, stürzte sich der Ahrensburger nun ins Abenteuer.
„Der Jakobsweg führte mich in eine andere Welt“, beschreibt er. Wie das Gefühl, auf einem Berg zu stehen und ins Tal zu blicken – so sei es auch beim Pilgern. „Plötzlich betrachtet man alles mit einem gewissen Abstand“, wenn man fern von allen Ablenkungen sei. Radio, Fernsehen − all das erreichte ihn auf Pilgerschaft nicht.
An seine Grenzen gegangen sei der 73-Jährige auf der sechswöchigen Reise nicht. Denn es sei stets der eigene Entschluss, wie viel man am Tag laufe. Zudem sei es „dem Menschen angeboren zu laufen“, so Krüger. Ein halbes Jahr vor Antritt seiner Reise begann der Senior mit seinen Vorbereitungen. Diese bestanden darin, zuerst „kurze“ Strecken von bis zu 300 Kilometern des Jakobswegs innerhalb Deutschlands zu begehen. Vor vier Jahren ging er über die Pyrenäen zur Kathedrale von Santiago de Compostela. Diese ist das eigentliche Ziel der Pilger aus aller Welt, denn hier soll sich das Grab des Apostels Jakobus befinden, nach dem der Jakobsweg benannt wurde. Doch Krüger zog es, fernab von der offiziellen Pilgerroute, nach Finistère, einen kleinen Ort in Frankreich, dessen Name übersetzt „Das Ende der Welt“ bedeutet. Dort fühlte der Ahrensburger sich wahrlich am Ziel. (stb)
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