Der Zebra-Trick

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Rasputin, ein zweieinhalbjähriger Hannoveraner wurde von Nicol Hufnagel und ihren beiden Assistentinnen Lea (13) und Lea (14) mit Streifen versehen. Das soll vor Insekten schützen Foto: cy

Warum Pferde in Trittau im Sommer Streifen bekommen

Von Cetin Yaman
Trittau. Mit Pinsel und Händen verpasst Nicol Hufnagel mit Lea und Lea dem Hannoveraner „Rasputin“ weiße Streifen. Als sie fertig sind, sieht das Pferd aus wie ein Zebra. Was soll diese Maskerade?
„Bemalt werden die Tiere deutlich weniger von Bremsen gestochen“, erklärt die Inhaberin des Pferdehofs. Auf die Idee haben die Leiterin des Tierschutzvereins Vier Hufe & Co. Freunde gebracht. Vor zwei Monaten probierte Nicol Hufnagel dieses neue Verfahren erstmals aus und ist seitdem sehr zufrieden. „Die Pferde sind viel ruhiger geworden, ich spüre, wie gut es ihnen tut“. Kostengünstig ist die Lösung noch dazu. Der Mix besteht aus einem in halben Kilo Mehl und Wasser.
Übrigens wird bei Schimmeln schwarze Farbe verwendet, bei der aber streng darauf geachtet wird, dass sie hautverträglich ist. Bremsenstiche können bei Pferden Wundinfektionen hervorrufen. Wissenschaftliche Begründungen dafür, warum angemalte Pferde von Bremsen verschont werden, gibt es bisher nicht. Vermutungen lauten aber, dass Tsetsefliegen in der Sahara beispielsweise Zebras aufgrund ihrer intensiven Streifen nicht gut erkennen können. Die Augen von Bremsen seien den Facettenaugen der Tsetsefliegen sehr ähnlich.
„Wenn es nicht regnet, hält der Anstrich zwei Tage“, sagt sie. Besonders freut sie sich über die angenehme Wirkung der Zebrastreifen für ihre Vollblutstute. Diese haben eine dünnere Haut und Bremsenstiche verursachen dort große Wunden.
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